Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper

(Bild: Elisha Terada/unsplash.com)Berlin (ots) – Mehrere Personen zogen sich in der Silvesternacht und am Neujahrstag schwere Verletzungen aufgrund von Feuerwerkskörpern zu. Unter anderem waren mehrere Kinder betroffen.

Ein elfjähriger Junge erlitt am Neujahrsvormittag in Paderborn (NRW) bei einem Unfall mit einem Böller schwere Verletzungen. Er half am Mittwoch (01.01.2020) gegen 11:10 Uhr Erwachsenen dabei, die Überreste des nächtlichen Feuerwerks auf einem Hof zu beseitigen. Dabei hob er einen Böller auf und hantierte laut Polizei damit. Der vermutlich nicht zertifizierte Feuerwerkskörper explodierte in seiner Hand. Mit schweren Verletzungen musste der Junge vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Bereits in der Silvesternacht wurden in der Innenstadt von Lübeck (SH) zwei Kinder und ein Jugendlicher durch Feuerwerkskörper verletzt. Gegen 00:50 Uhr wurden Polizei und Rettungsdienst zu einem Einsatz in die Nähe des Rathauses alarmiert, weil dort mehrere Personen durch Feuerwerkskörper verletzt worden waren. In der Fußgängerzone trafen die Einsatzkräfte auf einen neunjährigen Jungen, ein 12-jähriges Mädchen sowie einen 14 Jahre alten Jugendlichen. Die drei Lübecker wiesen Brandverletzungen auf und mussten durch den Rettungsdienst und einen nachalarmierten Notarzt versorgt werden.

Nach derzeitigem Sachstand sollen die zwei Kinder und der Jugendliche einen nicht gezündeten Feuerwerkskörper aufgehoben haben. Beim Versuch, diesen zu zünden, explodierte der Silvesterböller in der Hand des 14-Jährigen. Durch die Wucht der Explosion wurden auch der Neunjährige und die 12-Jährige verletzt. Alle drei zogen sich Brandverletzungen zu und mussten zur weiteren Versorgung in ein Lübecker Krankenhaus gebracht werden.

Auch aus Thüringen werden zwei Fälle gemeldet, bei denen sich Personen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern verletzten. Ein 24-Jähriger zündete einen Knallkörper, der allerdings nicht detonierte. Der Mann beugte sich über den Böller, um ihn erneut zu zünden. In diesem Augenblick explodiert der Sprengkörper und verletzte den Mann im Gesicht. Er zog sich schwere Verletzungen an den Augen zu.

Auf dem Heimweg zündete ein 26-Jähriger am Silvesterabend mehrere Feuerwerkskörper, von denen der letzte in der Hand des Mannes detonierte. Der 26-Jährige verlor dadurch einen Daumen und den Mittelfinger. Nach aktuellem Erkenntnisstand handelte es sich laut Polizei um einen nicht zugelassenen tschechischen Böller.

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