Rettungsgasse als Überholspur genutzt

(Bild: (Symbol) pixabay.com)Bad Kreuznach (ots) – Ärger wegen uneinsichtiger Verkehrsteilnehmer hatten am Freitag (18.03.2022) Einsatzkräfte nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 61 in Höhe von Bad Kreuznach.

Nach Angaben der Autobahnpolizei ereigneten sich um 16:39 Uhr nahezu zeitgleich vier Verkehrsunfälle in Fahrtrichtung Koblenz. Drei hiervon gingen mit Sachschaden aus, einer endete mit einem Schwerverletzten.

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Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen wurde die Autobahn für mehr als drei Stunden voll gesperrt. Zeitweise bildete sich ein 16 Kilometer langer Rückstau.

Ein Großteil der Verkehrsteilnehmer unterstützte laut Polizei durch die Bildung einer Rettungsgasse die Arbeit der Einsatzkräfte. Einige Fahrzeugführer hielten allerdings in der Rettungsgasse, durchfuhren sie oder wendeten im Stau. Ein Pkw-Fahrer durchfuhr die Rettungsgasse bis zur Unfallstelle und verlangte, wegen eines wichtigen Termins durchgelassen zu werden. Als die Beamten ihm dies verwehrten, wurde der Fahrer ausfällig. „Wie alle anderen festgestellten Sünder, darf er mit Post von der Zentralen Bußgeldstelle aus Speyer rechnen“, heißt es im Polizeibericht.

Bei dem schwer verletzten Autofahrer handelt es sich um einen 25-Jährigen. Der Mann reagierte zu spät auf das Stauende, kollidierte mit dem Heck eines vor ihm stoppenden Lkw und wurde von einem nachfolgenden Pkw gerammt. Der 25-Jährige konnte sich noch selbstständig aus dem vollständig zerstörten Fahrzeug befreien, musste anschließend aber mit einem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum Mainz geflogen werden. Der zweite Pkw-Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

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