Phosphorbombe verletzt Feuerwehrmann

(Bild: Lars Schmitz-Eggen)Düsseldorf (ots) – Bei dem Versuch, eine Phosphorbombe mit Sand abzudecken, zündete diese am Donnerstag (14.05.2020) in Düsseldorf und verletzte einen 41-jährigen Feuerwehrmann leicht.

Ein Anwohner aus Oberbilk meldete sich am Mittag über die Notrufnummer 112 bei der Feuerwehr Düsseldorf. Auf dem Friedhof Stoffeln würde aus einem abgelegenen Bereich Rauch aus dem Erdboden aufsteigen, teilte der Anrufer mit.

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Aufgrund der Meldung entsandte der Leitstellendisponent ein Löschfahrzeug der Feuerwache Hüttenstraße zum Einsatzort. Vor Ort konnte als Ursache eine qualmende, zum größten Teil noch im Erdreich eingegrabene Phosphorbombe ausfindig gemacht werden.

Mit Sand versuchte die Feuerwehr, die Bombe abzudecken. Dabei kam es zu einer Zersetzung eines Teils des Phosphors, wodurch ein Feuerwehrmann sich verletzte. Umgehend wurden weitere Einheiten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie zwei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf zur Einsatzstelle beordert.

Der nachgeforderte Notarzt untersuchte den verletzten Feuerwehrmann; ein Transport ins Krankenhaus war nicht notwendig. Die weiteren Feuerwehreinheiten unterstützten die ersten Einsatzkräfte beim Abdecken der Bombe mit Sand, da diese sich weiterhin mit einer starken Rauchentwicklung zersetzte. Zeitgleich sorgten weitere Einsatzkräfte dafür, dass die Fenster in den umliegenden Gebäuden geschlossen wurden, damit der Brandrauch nicht in die Gebäude zog.

Schnell zeigten die Maßnahmen der Feuerwehr Wirkung, sodass ein stärkeres Abbrennen des Phosphors eingedämmt werden konnte. Zwei Entschärfer der Bezirksregierung Düsseldorf sicherten im Anschluss die Bombe und führten es in einem Spezialbehälter der fachgerechten Entsorgung zu.

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