Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Patiententransport mit Güterwaggon

(Bild: Jens Herkströter/FW Hattingen)Hattingen (ots) – An einem Steilhang in Hattingen sind am Freitagabend (30.04.2021) zwei Jugendliche gegen 18:50 Uhr mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Ihr Sturz endete in unmittelbarer Nähe zu einer Bahntrasse. Sie zogen sich schwere Verletzungen zu.

Da der Bereich schwer zu erreichen ist, wurde neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehr als Unterstützung alarmiert. Gleichzeitig erfolgte eine Anordnung zur Sperrung der Bahnstrecke. Dies war auch erforderlich, da kurz nach dem Unfall ein Güterzug die Stelle passiert hätte. Er konnte rechtzeitig gestoppt werden.

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Die Einsatzkräfte konnten nicht bis zur Einsatzstelle vorfahren, sodass die Rettungskräfte ihr Material mehrere hundert Meter weit bis zur Unfallstelle tragen mussten.

In Abstimmung mit dem Zugpersonal entschied die Einsatzleitung, für den Transport der Verletzten zu den wartenden Rettungswagen einen Waggon des Zuges zu nutzen. Die Patienten lagerte man in Schleifkorbtragen, hob sie auf den Waggon und transportierte sie auf diese Weise mit langsamer Fahrt zum Bahnhof am Wasserschloss Kemnade. Hier wurden sie von den Rettungswagen übernommen und in Spezialkliniken gebracht.

„Durch die Unterstützung des Zugpersonals ist es gelungen, die beiden Verletzten schnell und schonend aus der Einsatzstelle zu transportieren“, bedankt sich Feuerwehrsprecher Jens Herkströter.

Der Notfallmanager des Streckenbetreibers TER GmbH wies darauf hin, dass das Betreten der Gleichanlagen lebensgefährlich sei. In unregelmäßigen Abständen würden hier die verschiedensten Schienenfahrzeuge verkehren. Einige Züge seien bis zu 2.500 Tonnen schwer und führen bis zu 50 km/h. Selbst im Falle einer Notbremsung betrage der Anhalteweg zwischen 700 und 800 Meter.

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