Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Nächtliche Personenrettung aus dem Watt

(Bild: Ole Kröger/KFV Dithmarschen)Neufeld (ots) – Feuerwehr und Rettungsdienst mussten am späten Mittwochabend (10.06.2020) im Landkreis Dithmarschen ausrücken, um drei Männer aus dem Watt vor Neufeld zu retten.

Die Männer waren mit einem Boot unterwegs gewesen. Als sie havarierten, wollten sie zu Fuß ans Ufer laufen. Dabei versanken sie allerdings bis zur Brust im Watt. In ihrer Not gelang es ihnen aber noch, über Handy einen Notruf abzusetzen. Ohne Hilfe war es ihnen unmöglich, sich aus dem festsaugenden Schlick zu befreien.

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Die Rettungskräfte erfuhren gegen 22:00 Uhr von der Notlage. Durch die einsetzende Dunkelheit war es den Helfern nicht möglich, die drei Männer vom Ufer aus zu lokalisieren. Deshalb forderten sie einen Rettungshubschrauber an, der nach zehn Minuten eintraf. Um der Crew ihren Standort zu signalisieren, erhielten die Männer im Watt die Anweisung, mit ihrem Handy in den Nachhimmel zu leuchten. Dadurch gelang es den Luftrettern bereits beim ersten Anflug, die Personen in der Dunkelheit ausfindig zu machen.

In zwei Anflügen zog die Besatzung des Hubschraubers die Männer per Seilwinde aus dem Schlick und setzte sie auf dem Deich ab. Hier übernahm der Rettungsdienst die weitere Versorgung.

„Nicht nur an die Männer über den Land- oder Wasserweg heranzukommen, wäre sehr zeitaufwändig und kräftezehrend gewesen, sondern auch die Befreiung aus dem Schlick selbst. Die Einsatzkräfte wären ebenso im Schlick eingesunken und hätten keine Möglichkeit gehabt, die nötige Kraft aufzuwenden, um die Personen aus dem Schlick zu ziehen”, erläutert Einsatzleiter Lars Paulsen von der Feuerwehr Brunsbüttel. Ohne den Einsatz des Rettungshubschraubers wäre eine Rettung nur schwerlich möglich gewesen.

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