Jolle kentert bei Windstärke 6

(Bild: DLRG Bad Zwischenahn)Bad Zwischenahn (DLRG) – Gegen 18:15 Uhr wurde die DLRG am Samstag (11.05.2019) zu einem Segelunfall auf dem Zwischenahner Meer alarmiert.

Die Rettungsschwimmer der DLRG waren gerade dabei, ihre Rettungsboote zu reinigen und für den kommenden Tag aufzurüsten, als sie ein Bootsvermieter vom Nordufer des Zwischenahner Meeres auf ein gekentertes Segelboot aufmerksam machte.

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Die Wasserretter machten sich umgehend mit zwei Motorrettungsbooten auf den Weg Richtung Dreibergen, wo sich der Unfall ereignet hatte. Fünf Minuten später waren die Retter vor Ort. Die DLRG-Helfer fanden eine ältere Jolle vom Typ Zugvogel vor, die bei nordwestlichen Winden der Stärke 5 – 6 gekentert war. Die Wellenhöhe betrug zu diesem Zeitpunkt fast einen halben Meter.

Das einzige Besatzungsmitglied der Jolle war ein Mann, zirka 55 Jahre alt, der sich am Rumpf des Bootes festhielt. Die Rettungskräfte nahmen den Segler sofort an Bord und brachten ihn an Land. Er wies Zeichen einer leichten Unterkühlung auf. Die Wassertemperatur betrug etwa 11 °C. Der Segler war mit einer kurzen Hose, T-Shirt und dünner Jacke bekleidet. Der Bootseigner hatte nach Einschätzung der DLRG sehr viel Glück. Nicht nur, weil die Luft- und Wassertemperaturen niedrig waren, sondern auch, weil er keine Rettungsweste trug.

Der Zugvogel musste mit zwei Rettungsbooten an den Strand von Dreibergen geschleppt werden. Hier wurde die Jolle vom Wasser befreit und in ihren Heimathafen Rabben am Ostufer des Meeres geschleppt.

Die gesamte Rettungsaktion dauerte zwei Stunden. Das Bergen des Bootes ohne Auftriebskörper und vollgelaufen mit Wasser sei sehr aufwendig und Kräfte raubend gewesen, teilte die DLRG mit.

Die DLRG appelliert in diesem Zusammenhang an alle Wassersportler, bei noch kalten Witterungsverhältnissen wetterbeständige Kleidung zu tragen und immer eine ohnmachtssichere Rettungsweste anzulegen.

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