Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Großeinsatz in der Nordsee nach „Mayday“-Ruf

(Bild: DGzRS - Die Seenotretter / Steven Keller)Bremen (DGzRS) – Die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Dienstagabend (22.06.2021) die Rettung eines Seglers aus der Nordsee koordiniert.

Gegen 18:15 Uhr informierte der Skipper eines Segelboots die Seenotleitung (MRCC) der DGzRS in Bremen über einen Notfall nahe der Nordergründe. Er hatte über Funk einen schwachen „Mayday“-Ruf für unmittelbare Lebensgefahr empfangen, konnte jedoch kein Schiff in Not ausfindig machen. Weitere Schiffe im Seegebiet bestätigten den Notruf.

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Die Wachleiter in Bremen alarmierten umgehend die vier DGzRS-Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ (Station Hooksiel), „Anneliese Kramer“ (Cuxhaven), „Hermann Rudolf Meyer“ (Bremerhaven) und „Hermann Marwede“ (Helgoland), die sofort ins vermutete Einsatzgebiet ausliefen. Behördenschiffe, Wassersportler im Seegebiet, ein SAR-Hubschrauber der Marine und der Rettungshubschrauber „Christoph 26“ aus Sanderbusch beteiligten sich ebenfalls an dem Einsatz.

Gegen 19:00 Uhr meldete die Besatzung des Rettungshubschraubers rund neun Seemeilen (etwa 16,5 Kilometer) nordöstlich der Insel Wangerooge Sichtkontakt mit dem Havaristen. Der etwa neun Meter lange Motorsegler war gekentert und trieb auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche. Der einzige Mensch an Bord, ein 77-jähriger Mann, hatte sich auf dem Boot halten und auch noch den Notruf absetzen können. Bis zu seiner Rettung sank das Boot langsam immer weiter.

Der Hubschrauber nahm den Schiffbrüchigen mit der Seilwinde an Bord und flog den nur leicht bekleideten, unterkühlten Skipper ins Krankenhaus.

Als die „Hermann Marwede“ wenig später am Unglücksort eintraf, war das havarierte Boot bereits gesunken. Die Seenotretter entdeckten noch einige wenige Wrackteile und informierten die Verkehrszentrale über die genaue Position.

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