Großbrand in Bremer Pflegeheim

(Bild: (Symbol) Markus Brändli)Bremen (ots) – Bei einem Großbrand in einem Bremer Pflegeheim wurden am Dienstag (18.06.2019) 21 Personen verletzt.

Automatische Feuermelder informierten die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Feuerwehr Bremen um 15:52 Uhr über das Feuer im Stadtteil Huchting. Kurz danach gingen eine Vielzahl von Notrufen ein. Die Anrufer meldeten einen Dachstuhlbrand, einhergehend mit einer starken Rauchentwicklung. Zunächst wurden der Einsatzleitdienst sowie die Feuerwachen 1 und 4 alarmiert. Bereits auf der Anfahrt forderte der zuständige Zugführer wegen der weithin sichtbaren Rauchwolke umfangreiche Kräfte nach.

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Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter schwarzer Rauch aus dem Dachstuhl des 200 mal 20 Meter großen Gebäudes. Nur wenige Minuten später kam es zu einer Durchzündung, und der Dachstuhl brannte mit offenen Flammen in voller Ausdehnung.

Da sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs alle 96 Bewohner im Gebäude befanden, leitete die Feuerwehr sofort die Menschenrettung im gesamten Gebäude ein. In kürzester Zeit konnten sämtliche Bewohner aus dem Gebäude gerettet werden. Erschwert wurde die Rettung dadurch, dass rund 80 Prozent der Bewohner auf Hilfsmittel wie Rollatoren und Rollstühle angewiesen waren. Das verkomplizierte die Rettung insbesondere aus den oberen Geschossen.

Der Rettungsdienst bildete an der Einsatzstelle drei Patientenablagen. Rettungskräfte sichteten sämtliche Bewohner und übernahmen deren Betreuung. 21 Personen mussten mit Rettungswagen zur weiteren Versorgung in Kliniken transportiert werden. Bis auf wenige Patienten hatten alle Brandrauch eingeatmet. Darunter auch zwei Polizei- und zwei Feuerwehrbeamte, die zwischenzeitlich die Klinik wieder verlassen und ihren Dienst fortsetzen konnten.

Zur weiteren Betreuung und Versorgung der unverletzten Betroffenen wurden diese in eine nahe gelegene Sporthalle gebracht. In dieser Betreuungsstelle kümmerten sich Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Einsatzverlauf um rund 150 Personen.

Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr unter anderem vier Drehleitern mit Wenderohren ein. Des Weiteren kamen vier C-Rohre zum Einsatz. Einsatzkräfte mit Atemschutz übernahmen die Nachlöscharbeiten im Dachstuhl. Dabei kamen rund 50 Atemschutzgeräte zum Einsatz.

Die Meldung „Feuer aus“ erfolgte um 19:49 Uhr. Überschlägig kamen bei diesem Einsatz 140 Feuerwehreinsatzkräfte, 40 Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie diverse Kräfte aus den Schnell-Einsatz-Gruppen des ASB, DRK und der Malteser mit ca. 50 Rettungsfahrzeugen zum Einsatz.

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