Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
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Flugzeugabsturz im Wattenmeer vor Norderney

(Bild: (Symbol) Greg Rosenke/unsplash.com)Norderney (ots/DGzRS) – Bei dem Absturz einer Cessna 208 vor Norderney ist am Montag (26.07.2021) der 65-jährige Pilot ums Leben gekommen. Die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) koordinierte den umfangreichen Einsatz im ostfriesischen Wattenmeer.

Das Kleinflugzeug war mittags auf Borkum mit mehreren Fallschirmspringern in Richtung Norderney gestartet. Die Fallschirmspringer sprangen planmäßig über Norderney ab; der Pilot beabsichtigte, auf der Insel zu landen. Gegen 13:00 Uhr stürzte er jedoch mit seiner Maschine in die Nordsee. Ein Zeuge, der den Absturz beobachtet hatte, informierte sofort die Rettungsleitstelle. Die Seenotleitung Bremen koordinierte den folgenden Rettungseinsatz.

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Umgehend wurden der auf Norderney stationierte Seenotrettungskreuzer „Eugen“ sowie die beiden Seenotrettungsboote „Elli Hoffmann-Röser“ (Station Baltrum) und „Otto Diersch“ (Station Norddeich) alarmiert. Außerdem sendete die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS ein „Mayday Relay“ aus. Damit wurde die gesamte Schifffahrt um erhöhte Aufmerksamkeit und gegebenenfalls Mithilfe gebeten.

Der Rettungshubschrauber „Christoph 26“ setzte an der Unfallstelle je einen Notarzt und Notfallsanitäter an Bord des Seenotrettungskreuzers ab. Vor Ort stellte der Notarzt den Tod des Piloten fest. Der 65-Jährige hatte sich allein an Bord des abgestürzten Flugzeugs befunden.

Hubschrauber der Bundeswehr, von Northern Rescue sowie der Polizei Niedersachsen waren ebenfalls angefordert worden, konnten jedoch vor ihrem Eintreffen abdrehen. Ihre Beteiligung war nicht mehr erforderlich. Die Feuerwehr Norderney war am Flugplatz der Insel in Bereitschaft gegangen, brauchte aber ebenfalls nicht einzugreifen.

Die mit freiwilligen Seenotrettern besetzten Seenotrettungsboote unterstützten anschließend die Bergung des Wracks durch ein Schiff der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Zivile Schiffe hatten zunächst versucht, das Flugzeugwrack mit einem Tau zu sichern.

Produkt: Rettungs-Magazin 4/2019
Rettungs-Magazin 4/2019
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