Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Explosion in Leverkusener Chemiepark

(Bild: (Symbol) Currenta GmbH & Co. OHG)Leverkusen (rd_de) – Aus bisher unbekannter Ursache kam es am Dienstag (27.07.2021) gegen 09:40 Uhr zu einer Explosion mit anschließendem Brand im Tanklager eines Entsorgungszentrums in Leverkusen-Bürrig.

Die Werk- und Berufsfeuerwehr Leverkusen sowie ein Luftmesswagen waren wenig später vor Ort. Eine große dunkle Rauchwolke zog Richtung Wermelskirchen/Bergisches Land. Die Bevölkerung wurde über Sirenen und NINA-Warn-App gewarnt. Die Anwohner wurden gebeten, geschlossene Räume aufzusuchen sowie Türen und Fenster geschlossen zu halten. Mehrere Autobahnen im Umkreis mussten vorübergehend gesperrt werden.

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Um 13:00 Uhr meldete die Feuerwehr, dass es sich um einen Tank mit flüssigen Lösungsmitteln gehandelt habe, der in Brand geraten sei. Das Feuer sei mittlerweile gelöscht worden. Die Löscharbeiten hätten warten müssen, bis eine Stromleitung vom Netz getrennt wurde.

Es wurden 31 Verletzte, darunter drei Schwerverletzte gerettet. Die Rettungskräfte der Werkfeuerwehr haben einen Menschen nur noch tot bergen können. Ein weiterer Mitarbeiter erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Einige Mitarbeiter gelten als vermisst.

Die Feuerwehr Köln unterstützte die Werkfeuerwehr bei den Einsatzmaßnahmen vor Ort mit Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln wurden zur Sicherstellung des Grundschutzes in der Stadt Leverkusen sowie im Werk Currenta eingesetzt.

Daneben unterstützte die Feuerwehr Köln die örtliche Einsatzleitung am Schadenort. Das PSU-Team Köln wurde zur psychosozialen Notfallversorgung von Betroffenen wie auch psychosozialen Unterstützung der tätigen Einsatzkräfte angefordert. Für die Bevölkerung wurde eine Hotline eingerichtet.

Eine Einschätzung, ob in den Niederschlägen nach dem Brandereignis relevante Stoffe zu finden sind, ist nach Auskunft des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erst gegen Ende der Woche möglich. Luftmessungen blieben unauffällig.

Am frühen Abend beendeten die Berufsfeuerwehr Leverkusen und der städtische Krisenstab ihre Arbeit. Insgesamt waren 360 Kräfte im Einsatz, unter anderem die Werksfeuerwehr des Chemparks, die Berufsfeuerwehr Leverkusen, Freiwillige Feuerwehren, Kräfte der Feuerwehr Köln und von Hilfsorganisationen.

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