Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

DRK-Rettungshunde nach Hausexplosion im Einsatz

(Bild: DRK KV Köln)Köln (DRK) – Nach der Explosion eines Reihenhauses in Köln-Buchheim am Mittwoch (22.04.2020) wurden unter anderem Rettungshunde-Teams der DRK alarmiert. Ihre Aufgabe war es, nach einem vermissten Bewohner (79) zu suchen.

Speziell ausgebildete Rettungshunde des Deutschen Roten Kreuzes Köln, Euskirchen und des Rhein-Sieg-Kreises suchten dabei das Trümmerfeld ab, bevor weitere Einsatzkräfte den Schutt mit Händen und schwerem Gerät abtrugen.

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Bei der Suche nach dem Vermissten gaben die Rettungshunde Hinweise, wo sich die Person befand. Unter den eingestürzten Mauern des Hauses fanden die Einsatzkräfte kurz danach eine männliche Leiche. Es handelt sich mutmaßlich um den Vermissten, der in dem Haus allein gelebt haben soll. Die Ursache der Explosion ist noch unbekannt.

„Die Komplexität der Einsatzlagen, mögliche Gefahrensituationen und die damit verbundene Spezialisierung erfordern einen sehr hohen Ausbildungsstandard im Trümmerbereich. Für die Rettungshunde und ihre Hundeführer ist eine Aus- und Weiterbildung auf höchstem Niveau erforderlich, um für alle Lagen optimal vorbereitet zu sein“, erläutert Franz Küpper vom DRK-Landesverband Nordrhein.

Hunde müssen sich in der Trümmersuche absolut geländesicher bewegen können, etwa auf unterschiedlichen Untergründen und unsicheren Böden. Zudem hat der Hund keinen visuellen Kontakt mehr zur gesuchten Person, wenn diese verschüttet ist, und muss hier zielgenau den stärksten Ort der menschlichen Witterung bellend anzeigen und somit markieren.

Die Rettungshundeteams, bestehend aus Hundeführer und Hund, werden im wöchentlichen Training auf solche Sucheinsätze vorbereitet, um in Not geratene Menschen zu suchen, zu retten und ihnen zu helfen. Die hochspezialisierten Fähigkeiten von Hund und Hundeführer erfordern viel Zeiteinsatz: Neben einer umfangreichen Ausbildung von bis zu 800 Unterrichtsstunden über zwei Jahre müssen Rettungshunde und ihre Führer alle zwei Jahre durch eine Prüfung ihr Können unter Beweis stellen.

Im DRK-Landesverband Nordrhein sind derzeit neun Rettungshundeeinheiten mit über 150 Helferinnen und Helfer aktiv. Im DRK-Landesverband Nordrhein sind aktuell acht Hunde für die Trümmersuche ausgebildet und spezialisiert. Des Weiteren verfügen die Rettungseinheiten über 42 Flächensuch-Rettungshunde.

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