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Rettungs-Magazin 4/2019
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Defekter Kühlschrank rief 120 Rettungskräfte auf den Plan

(Bild: Feuerwehr Berg. Gladbach)Bergisch Gladbach (ots) – Wegen eines unklaren, stechenden Geruchs wandte sich am späten Sonntagabend (12.01.2020) die Mitarbeiterin eines Seniorenwohnheims in Bergisch Gladbach an die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Die Leitstelle entsandte aufgrund der Meldung das Hilfeleistungslöschfahrzeug der hauptamtlich besetzten Feuerwache 2 an die Einsatzstelle. Bei Eintreffen der Kräfte wurde das zweite Obergeschoss durch den Fahrzeugführer begangen. Der stechende, reizende Geruch bestätigte sich. Eine Pflegerin klagte bereits über Augenreizungen. Der Fahrzeugführer setzte eine umfangreiche Rückmeldung an die Leitstelle ab und begann umgehend mit der Räumung des betroffenen Bereichs.

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Da unklar war, wie viele Personen letztendlich betroffen sein würden und ob eine Verlegung der Patienten erforderlich war, alarmierte die Leitstelle nach dem Alarmierungsstichwort MANV2 (Massenanfall von Verletzten 10 – 25 Personen) umfangreiche Rettungsmittel aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Umland. Zusätzlich wurde im Verlauf des Einsatzes Stadtalarm für alle Einheiten der Feuerwehr Bergisch Gladbach ausgelöst.

Der diensthabende A-Dienst (Leitungsdienst) übernahm die Einsatzleitung vor Ort. Der Leitende Notarzt (LNA), der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) sowie die IuK-Gruppe mit Einsatzleitwagen (ELW2) des Rheinisch-Bergischen Kreises unterstützten ihn. Insgesamt befanden sich rund 120 Einsatzkräfte im Einsatz. Als Bereitstellungsraum nutzte man den Parkplatz einer nahegelegenen Eissporthalle.

Als erste Maßnahme räumte die Feuerwehr die betroffenen Bereiche. Mit Fluchthauben geschützt, brachten die Einsatzkräfte 14 Bewohner und zwei Pflegekräfte in die Cafeteria. Mitarbeiter des Rettungsdienstes hatten hier eine Patientenablage eingerichtet. Mehrere Notärzte sichteten die Betroffenen. Der Rettungsdienst transportierte eine leicht verletzte Frau in ein Krankenhaus. 15 unverletzte Personen betreute der Rettungsdienst während des Einsatzes in der Cafeteria.

Der Geruch nahm im Laufe der Zeit ab. Mittels Messgeräten stellte die Feuerwehr in einem Zimmer eine erhöhte Ammoniakkonzentration fest. Ein defekter Kühlschrank dürfte die Ursache für den beißenden Geruch gewesen sein. Feuerwehrleute brachten das Gerät ins Freie und lüfteten das Gebäude. Anschließend konnten die Bewohner in ihre Zimmer zurückkehren. Helferinnen und Helfer des DRK unterstützten dabei das Pflegepersonal des Seniorenwohnheims.

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