Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Brüder ertrinken im Teich beim Spielen

(Bild: Lars Schmitz-Eggen)Hannover (BF) – Im Laher Teich in Hannover sind am Sonntagnachmittag zwei Kinder ertrunken. Rettungstaucher fanden die acht- und neunjährigen Jungen in etwa sechs Meter Tiefe in dem ehemaligen Baggersee und brachten Sie an die Oberfläche. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Mehrere Notrufe berichteten gegen 14:00 Uhr von zwei Kindern, die in dem als Angelteich genutzten Gewässer untergegangen seien. Die Regionsleitstelle alarmierte daraufhin die Feuerwehr und den Rettungsdienst sowie die Wasserrettung.

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Als kurz danach die ersten Kräfte an dem etwa 30.000 Quadratmeter großen Teich eintrafen, wurden sie von Angehörigen der Kinder und Augenzeugen eingewiesen. Ein Onkel suchte im Wasser stehend in Ufernähe nach den beiden Jungen. Ein zehnjähriges Mädchen berichtete von zwei vermissten Jungen, mit denen sie kurz zuvor noch auf einer kleinen Insel Ball gespielt hätte. Als das Spielgerät in das Wasser gefallen sei, hätten die Jungen Schuhe und Jacken ausgezogen, die Hosenbeine hochgekrempelt und im etwa knietiefen Wasser in Ufernähe versucht, ihren Ball zu erreichen. Plötzlich seien die Brüder in tieferes Wasser abgerutscht. Als die beiden Nichtschwimmer untergegangen waren, rief das Mädchen um Hilfe.

Sofort gingen zwei mit speziellen Wasserrettungsanzügen ausgerüstete Feuerwehrleute ins Wasser und suchten in Ufernähe. Während über der Unfallstelle ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera schwebte, suchten weitere Einsatzkräfte die Wasseroberfläche und das Ufer ab. Rettungstaucher der Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) tauchten in dem bis zu zehn Meter tiefen See nach den Kindern. Ein Rettungsboot unterstützte die Rettungsaktion mit einem Unterwassersonar.

Die mit der speziellen Technik festgestellten Auffälligkeiten am Grund des Sees überprüften die Taucher. Dabei fanden sie eines der Kinder in rund sechs Meter Tiefe. Etwa 30 Minuten später hatten die Rettungstaucher auch den zweiten Jungen gefunden und an die Oberfläche gebracht.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimation starben die acht- und neunjährigen Brüder noch vor Ort.

Der Löschzug der Feuer- und Rettungswache 5, die Ortsfeuerwehr Misburg, die Wasserrettung mit Tauchern der Feuerwehr und der DLRG, der Rettungsdienst sowie die Notfallseelsorge waren bis etwa 17:00 Uhr im Einsatz.

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