Produkt: Rettungs-Magazin 3/2019
Rettungs-Magazin 3/2019
Neuer ITW fürs BRK+++Interview: Berufsbild Notfallsanitäter+++Rettungsdienst in Island+++Was tun bei Hypotonie+++Rettung nach Wespenstich+++Ausbildung Bergwacht

Bergsteiger stürzt am Untersberg ab

(Bild: BRK BGL)Marktschellenberg (BRK) – Am Nachmittag des Pfingstsonntags (09.06.2019) ist gegen 13:30 Uhr am Untersberg unterhalb des Mittagsloch ein 46-jähriger Bergsteiger abgestürzt. Der Mann zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

Zusammen mit seiner Begleiterin war der Mann ursprünglich zum Einstieg der Klettertour „Anfängerfreuden“ unterwegs. Beim Zustieg verstiegen sich aber beide und kamen unterhalb des Mittagslochs vom eigentlichen Weg ab. Dabei stürzte der Mann ca. 35 Meter über schneebedecktes und steiniges Gelände ab. Seine Begleiterin kam ihm zu Hilfe und setzte bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab. Diese alarmierte die Bergwacht Marktschellenberg und den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“.

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Nach einem Überflug konnte die Hubschrauberbesatzung die Einsatzstelle rasch finden. Anschließend landete die Besatzung kurz am Tallandeplatz in Marktschellenberg, um das Sieben-Meter-Rettungstau an den Hubschrauber zu montieren. Mit Hilfe des Taus wurden ein Notfallsanitäter der Bergwacht sowie eine Notärztin zur Einsatzstelle geflogen.

Während der medizinischen Erstversorgung am Berg versetze die Mannschaft den Tallandeplatz von Marktschellenberg zum höhergelegenen Landeplatz am Ettenberger Roßboden. Parallel dazu wurde vom Schellenberger Einsatzleiter die benachbarte Bergwacht Berchtesgaden mit einem Tankanhänger nachalarmiert, um den Hubschrauber vom Landeplatz Maria Gern aus betanken zu können. Eine Rettungswagenbesatzung des BRK aus Bad Reichenhall stand dort ebenfalls bereit. Sie setzte die Versorgung des Patienten fort, bevor er mit dem Hubschrauber ins Klinikum Traunstein geflogen wurde.

Die unverletzte Begleiterin wurde zusammen mit dem Notfallsanitäter vom Berg ins Tal geflogen.

Insgesamt waren neun Bergretter der beiden Bergbereitschaften zweieinhalb Stunden im Einsatz.

Produkt: Rettungs-Magazin 4/2019
Rettungs-Magazin 4/2019
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