Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Aufwendige Rettung auf einem Brachgelände

(Bild: Feuerwehr Bochum)Bochum (ots) – In der Nacht zu Sonntag (12.07.2020) kam es in Bochum zu einer dramatischen Rettungsaktion auf einem Brachgelände am Westpark. Eine junge Frau musste wiederbelebt und anschließend durch unwegsames Gelände transportiert werden.

Um 01:00 Uhr war die Frau, die gemeinsam mit zwei jungen Männern auf dem Gelände unterwegs war, plötzlich zusammengebrochen. Kurz danach meldete einer der jungen Männer den Notfall im Bereich des Westparks über den Notruf der Polizei. Genaue Ortsangaben konnte er dabei nicht machen.

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Sofort entsandte die Polizei mehrere Streifenwagen und die Feuerwehr einen Rettungswagen sowie einen Notarzt zum Westpark. Gemeinsam mit Einsatzkräften der Polizei begann der Rettungsdienst, nach der Personengruppe zu suchen. Da eine Ortung des Anrufgers nicht möglich war, kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Erst nachdem einer der Begleiter der Frau auf eine Streifenwagenbesatzung stieß, konnte er den Einsatzkräften den genauen Weg zum Unglücksort zeigen.

Vor Ort begannen die Rettungskräfte sofort mit der Wiederbelebung der jungen Frau. Zudem wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert, da sofort klar war, dass eine extrem aufwendige Rettung bevorstand.

Mit einem Motortrennschleifer, einem Bolzenschneider sowie einem Spreitzgerät mussten mehrere Zäune sowie Stacheldrahtbahnen entfernt werden. Zudem bestand an der Einsatzstelle durch alte Schächte akute Absturzgefahr für die Rettungskräfte.

Mit vereinten Kräften gelang es nach rund zwei Stunden, die Frau auf einer Trage über mehrere hundert Meter durch das unwegsame Gelände zum bereitstehenden Rettungswagen zu bringen. Anschließend wurde die Frau ins Krankenhaus gebracht. Dort starb sie kurze Zeit später.

Die beiden Begleiter mussten vom Rettungsdienst sowie von einer Notfallseelsorgerin betreut werden. Beide wurden ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

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