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7 Verletzte: Baum lag auf den Schienen

(Bild: Lars Schmitz-Eggen)Hamburg (ots) – Am Donnerstagvormittag (30.01.2020) erhielt die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg den Hinweis, dass ein Zug der U-Bahn-Linie 1 mit einem entwurzelten Baum kollidiert und auf freier Strecke zum Stehen gekommen sei.

Daraufhin alarmierten die Beamten zunächst einen Löschzug, einen Führungsdienst B, einen Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie einen Rüst- und Gerätewagen zum U-Bahnhof Wandsbek Gartenstadt.

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Vor Ort stellten die Kräfte fest, dass sich die Einsatzstelle in rund 2.000 Meter Entfernung in Höhe einer U-Bahn-Brücke befand. Da gleichzeitig von Passanten mitgeteilt wurde, dass es mehrere Verletzte und möglicherweise einen eingeklemmten Triebwagenführer gab, forderte der Einsatzleiter mit dem Alarmstichwort „MANV10“

• fünf weitere Rettungswagen,
• ein weiteres Notarzteinsatzfahrzeug,
• einen Leitenden Notarzt (LNA),
• einen Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL),
• einen Führungsdienst A,
• den diensthabenden Pressesprecher,
• einen Notfallseelsorger,
• einen Gerätewagen MANV sowie
• den Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg nach.

Nachdem eine Erdung der Fahrstromschienen durchgeführt worden war, konnten die Rettungskräfte über einen Notzugang und tragbare Leitern den Zug erreichen.

In mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt, sichteten der LNA und Rettungsdienst-Mitarbeiter die Betroffenen und nahmen deren Versorgung vor. Der Triebwagenführer hatte sich leichte Verletzungen zugezogen, war in dem stark beschädigten Führerstand aber nicht eingeklemmt.

Von den 212 gesichteten Zuginsassen wiesen sieben Personen Verletzungen auf. Sechs Patienten (Sichtungskategorie grün) erlitten kleinere Prellungen, Schürfwunden oder Gesichtsverletzungen. Hiervon wurden im weiteren Verlauf drei Patienten mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser befördert. Drei Personen lehnten eine weitere Versorgung und Beförderung ins Krankenhaus ab. Eine Patientin (Sichtungskategorie gelb) wies Symptome einer Wirbelsäulenverletzung auf und wurde mithilfe einer Drehleiter aus der Unfallstelle gerettet. Der Rettungsdienst brachte die Frau anschließend in Begleitung eines Notarztes in eine Klink.

Im weiteren Verlauf verließen sämtliche verbliebenen Fahrgäste sicher und unverletzt den Zug. Einsatzkräfte führten sie durch das Gleisbett zu bereitgestellten Ersatzbussen.

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