Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

17-Jährigen aus Tresorraum befreit

(Bild: Feuerwehr Dortmund)Dortmund (ots) – Am späten Samstagabend (30.01.2021) meldeten sich mehrere Personen an der Feuer- und Rettungswache 9 in Dortmund, um über eine ungewöhnliche Notlage zu berichten.

Die Personen erklärten, dass sich im Tresorraum einer leerstehenden Bank eine Person befände. Er sei eingeschlossen und könne sich nicht befreien.

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Da sich die gemeldete Adresse in der Nähe der Wache befand, trafen die Einsatzkräfte wenige Augenblicke später ein. Vor Ort befanden sich ein Einsatzleitwagen, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein Rettungswagen.

Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen 17-Jährigen, der in dem circa 20 Quadratmeter großen Tresorraum festsaß. Die Tresortür war verriegelt und ließ sich von außen nicht öffnen. Es bestand ein permanenter Sprechkontakt durch Lüftungsschlitze mit dem Jugendlichen. Durch die Lüftungsöffnungen war eine ausreichende Versorgung des Eingeschlossenen mit Frischluft sichergestellt. Die Familie des betroffenen jungen Mannes war ebenfalls vor Ort. Rettungskräfte übernahmen ihre Betreuung für die Dauer der Rettungsmaßnahmen.

Mehrere Versuche, die Tresortür mit einem Zugangscode zu öffnen, schlug fehl. Daraufhin forderte der Einsatzleiter die Spezialeinheit Bergung der Feuerwehr Dortmund sowie das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Baufachberater an. Das THW führte unter anderem Bohrungen sowie Stemmarbeiten mit einem pressluftbetriebenen Bohrhammer an der Tresorwand durch. Die Arbeiten waren jedoch aufgrund der massiven Stahlbetonwand deutlich erschwert. Die Wand wies eine Dicke von circa 60 cm auf. Parallel versuchte eine Fachfirma für Tresorbau, sich einen Zugang über die Tresortür zu verschaffen.

Sechs Stunden nach dem Alarm gelang es dem THW und der Fachfirma schließlich gegen 05:00 Uhr, die Tresortür mittels „Kettenzug“ und Spreizgerät zu öffnen. Der eingeschlossene Jugendliche machte äußerlich einen unverletzten Eindruck, wurde aber dennoch durch den Rettungsdienst vor Ort untersucht.

Die Polizei übernahm die Einsatzstelle. Laut Medienberichten durfte sich der 17-Jährige in dem Gebäude aufhalten. In die Notlage sei er unbeabsichtigt geraten.

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