Englische Retter besuchen Johanniter-Akademie

Der britische Rettungsdienste zu Gast in der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover (Foto: Johanniter/Tobias Sieg)Hannover (JUH) – Mitarbeiter der St John Ambulance und des London Ambulance Service informierten sich ein Wochenende lang bei den Johannitern über den Rettungsdienst in der Region Hannover und testeten den Luftrettungssimulator Christoph Life.

Sieben Mitarbeiter und Ausbilder des London Ambulance Service (LAS) und der St John Ambulance, Schwesterorganisation der Johanniter-Unfall-Hilfe und größte Hilfsorganisation in Großbritannien, waren vom 19. bis 20. Februar zu einem Deutschlandbesuch in Hannover. Neben der Besichtigung der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover standen auch Besuche der Johanniter-Rettungswachen in Hannover und Langenhagen und beim Rettungshubschrauber Christoph 4 auf dem zweitägigen Fortbildungsprogramm.

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Bei ihrem Aufenthalt informierten sich die Ausbildungsverantwortlichen des LAS umfassend über die deutschen Ausbildungsstandards im Rettungsdienst und das Berufsbild des Lehrrettungsassistenten.

Die englischen Retter besichtigten auch das Lage- und Führungszentrum der Landeshauptstadt Hannover und die Regionsleitstelle. Die Vorstellung der dortigen Organisation und Einsatzabwicklung erfolgte insbesondere unter dem Aspekt einer möglichen internationalen Zusammenarbeit.

Von großem Interesse für die britischen Nachwuchs- und Führungskräfte aus dem Rettungsdienst war die Luftrettung, die im Vergleich zu England in Deutschland flächendeckend gewährleistet ist und sich landesweit koordinieren lässt. Ein Trainingsflug mit dem Luftrettungssimulator Christoph Life in der SAN-Arena, dem notfallmedizinischen Trainingszentrum der Johanniter-Akademie in Hannover, bot den englischen Rettungsdienstkollegen einen Einblick in die Ausbildung in diesem Bereich.

Der Kontakt zu den britischen Rettungsdiensten besteht über LAS-Ausbilder Robert Dobson, der Susanne Henneick, zuständig für den Fachbereich Breitenausbildung der Johanniter in Niedersachsen und Bremen, bei ihrer Diplomarbeit als Ansprechpartner zur Seite stand.

Bob Dobson schied Anfang dieses Jahres aus dem Dienst aus, setzt sich aber auch darüber hinaus weiterhin für den Kontakt zu den hannoverschen Rettern ein. Auch diesen Hannoverbesuch organisierte Dobson für die beiden großen Rettungsdienste.

Weitere Besuche der englischen Kollegen sind geplant. Bereits am 12. März ist Robert Dobson wieder beim Hannoverschen Notfallsymposium in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zu Gast und referiert über den Einsatz beim Londoner Bombenattentat im Jahr 2005.

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