Rettungswissenschaft an Hoch- und Berufsschulen verorten

(Bild: (Symbol) Ingo Kramarek/pixabay.com)Gera (idw) – Im neuen Sammelband „Rettungswissenschaft“ präsentieren Professor Dr. Sebastian Koch von der SRH-Hochschule für Gesundheit und seine Mitherausgeber einen ersten Entwurf für ein Modell der Rettungswissenschaft als junge Wissenschaftsdisziplin.

„Die empirische Rettungswissenschaft ist eine noch recht junge wissenschaftliche Disziplin, die wichtige Impulse sowohl für die rettungsdienstliche bzw. notfallmedizinische Praxis als auch für die berufliche und hochschulische Aus- und Weiterbildung geben kann. Momentan ist es jedoch leider so, dass die Rettungswissenschaft als eigenständige Disziplin kaum an den Hochschulen verortet ist. Wir streben daher an, diese zunehmend als selbständige Disziplin zu etablieren“, berichtet Professor Dr. Sebastian Koch, Professor für Medizinpädagogik am Campus Gera der SRH-Hochschule für Gesundheit. Gemeinsam mit Kollegen hat er kürzlich den Sammelband „Rettungswissenschaft – Grundlagen, Theorien und Perspektiven“ herausgegeben.

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Der Sammelband zeigt nicht nur die Grundlagen der Rettungswissenschaft wie theoretische rettungswissenschaftliche Modelle, ein Begriffsinstrumentarium oder den Kompetenzentwicklungsprozess von Studierenden und Auszubildenden im Rettungswesen auf. Er macht auch Widersprüche zwischen dem alltäglichen Handeln in der Notfallversorgung, gültigen Standards und dem Wissen aus den entsprechenden Fach- und Bezugswissenschaften der Notfallversorgung deutlich.

„Die unzureichende Rezeption und Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie die kaum mehr zu überblickende Fülle medizinischer Informationen in der Notfallversorgung führen in der Praxis zu erheblichen Problemen. Um diesen angemessen zu begegnen, kann die anwendungsorientierte Rettungswissenschaft wichtige Impulse liefern“, ergänzt Professor Dr. Sebastian Koch.

Als Notfallsanitäter kennt er das Berufsfeld aus erster Hand und ist neben seiner Tätigkeit an der SRH-Hochschule für Gesundheit regelmäßig als Notfallsanitäter beim DRK-Kreisverband Erfurt tätig. Sein Wissen gibt er im Bachelor-Studiengang Medizinpädagogik und im Master-Studiengang Medizin- und Gesundheitspädagogik an die Studierenden weiter, die bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Fachberuf des Gesundheits- oder Sozialwesens mitbringen. Im Studium lernen sie, wie sie als Lehrkraft junge Menschen auf ihrem Weg in einen Beruf des Gesundheitswesens begleiten.

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