Zukunftsfeste Notfallversorgung in Ostholstein
Eutin (OH) - Der Kreis Ostholstein stärkt seine rettungsdienstliche Versorgung. Geplant sind zusätzliche Rettungsmittel, neue Standorte, telemedizinische Unterstützung und ein gezielterer Einsatz rettungsdienstlicher Fachkräfte.
Der vorgesehene Ausbau der rettungsdienstlichen Infrastruktur sieht zusätzliche Rettungswachen, unter anderem in Süsel, Stockelsdorf und Fargemiel, vor.
Die notärztliche Versorgung bleibt ein fester Bestandteil des Systems. Die Bedarfsplanung sieht dafür vier bodengebundene Notarztstandorte in Süsel, Bad Schwartau, Oldenburg in Holstein sowie Burg auf Fehmarn vor. Ergänzt wird das bodengebundene System durch den etablierten Rettungshubschrauber "Christoph 12" in Siblin. Es wird überlegt, einen zweiten Rettungshubschrauber im Kreis Ostholstein zu stationieren. Ergänzt wird die Versorgung durch Telemedizin. Künftig kann die Besatzung jedes Rettungswagens im Kreis Ostholstein bei Bedarf unmittelbar einen Telenotarzt hinzuziehen.
Mit speziell ausgestatteten Akut-Krankenwagen (A-KTW) und Rettungseinsatzfahrzeugen (REF) möchte die rdh künftig ihr Einsatzspektrum erweitern. Die A-KTW sollen mit speziell ausgebildeten und erfahrenen Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern besetzt werden. Sie kommen vor allem bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Hilfeersuchen zum Einsatz.
Die REF sollen mit speziell geschulten Notfallsanitäterinnen oder Notfallsanitätern besetzt und insbesondere bei lebensbedrohlichen Notfällen zusätzlich zum Rettungswagen (RTW) alarmiert werden. Sie unterstützen die Besatzungen der RTW oder beginnen bereits mit der Versorgung, bis das nächstgelegene Rettungsmittel eintrifft.
Ab dem 1. Januar 2027 ist vorgesehen, die medizinische Führung im Kreis Ostholstein weiter auszubauen. In diesem Zusammenhang wird die Einführung hauptamtlicher Leitender Notärztinnen und Notärzte geprüft.
Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst e. V. (DBRD) unterstützt diese Weiterentwicklung. Aus Sicht des Berufsverbandes sind insbesondere die stärkere Nutzung der Kompetenzen von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern, die telemedizinische Unterstützung und der bedarfsgerechte Einsatz notärztlicher Ressourcen wichtige Bausteine eines zukunftsfähigen Rettungsdienstes.




