Nürnberg (DGAI) – Wie die Patientenversorgung nach einer Reanimation verläuft und welche Ergebnisse erzielt werden, zeigt der Jahresbericht „Cardiac Arrest Center 2025“ des Deutschen Reanimationsregisters.
Ausgewertet wurden 8.245 Fälle aus 127 Kliniken in Deutschland. Ergebnis: 32,9 Prozent der Patientinnen und Patienten, die nach einer Reanimation zur weiteren Behandlung aufgenommen wurden, konnten das Krankenhaus lebend verlassen. Bei 26,9 Prozent wurde ein gutes neurologisches Ergebnis dokumentiert.
Von den ausgewerteten Fällen entfielen 6.537 auf Menschen, die außerhalb eines Krankenhauses reanimiert und anschließend klinisch weiterversorgt wurden. In weiteren 1.708 Fällen erfolgte die Reanimation innerhalb einer Klinik.
Nach einer Reanimation außerhalb des Krankenhauses konnten 32,2 Prozent der Aufgenommenen lebend entlassen werden, nach einer Reanimation innerhalb der Klinik waren es 35,5 Prozent.
Eine mögliche Erklärung für die höhere innerklinische Überlebensrate ist der frühere Beginn der Wiederbelebung. Während der Rettungsdienst den Einsatzort im Durchschnitt nach 7,1 Minuten erreicht und zwischen Kollaps und Reanimationsbeginn durchschnittlich 5,6 Minuten vergehen, trifft das innerklinische Notfallteam im Mittel nach vier Minuten ein. In 80 Prozent der innerklinischen Fälle wurde bereits zuvor mit der Wiederbelebung begonnen.
„Diese Zahlen zeigen, wie entscheidend die ersten Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand sind“, betont Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des Organisationskomitees des Deutschen Reanimationsregisters.
Um die Versorgung weiterzuentwickeln, erfasst das Deutsche Reanimationsregister die gesamte Behandlungskette vom Rettungsdienst oder innerklinischen Notfallteam bis zur klinischen Weiter- und Langzeitversorgung.