Hessen verlängert Beauftragung der JLR bis 2032
Gießen (JLR) – Das Land Hessen hat der Johanniter Luftrettung (JLR) die Dienstleistungskonzession zur Durchführung der Luftrettung in Form des ITH-Systems bis mindestens zum Jahr 2032 erteilt.
Am Luftrettungszentrum Gießen und dem Luftrettungsstandort Reichelsheim betreibt die Johanniter Luftrettung die Hubschrauber „Christoph 90 Gießen“ und „Christoph 91 Mittelhessen“. Als System sind sie so aufgestellt, dass sie jegliche Intensivtransporte durchführen und bei Bedarf auch zu Notfalleinsätzen alarmiert werden können.
Die beiden Hubschrauber unterscheiden sich in Größe, Kapazität sowie Einsatzschwerpunkten und können so jede Anforderung bedienen. Während „Christoph Gießen“ die Hauptmaschine ist, die rund um die Uhr für Intensivverlegungen und Notfalleinsätze (Sekundär- und Primärtransporte) zur Verfügung steht, dient „Christoph Mittelhessen“ im Tagbetrieb als Ergänzungs- und Verstärkermaschine mit Schwerpunkt auf planbare Intensivtransporte. Die Maschine aus der Wetterau verlegt Patientinnen und Patienten nicht selten über mehrere hundert Kilometer hinweg, in Spezial- oder Rehakliniken. Diese Einsätze dauern oft mehrere Stunden.
Gegenüber der Hauptmaschine in Gießen vom Typ Airbus H 145 D3 bietet die „Christoph Mittelhessen“ (Airbus H 155 B1) eine höhere Zuladekapazität und Geschwindigkeit sowie eine größere Kabine. Dadurch kann zusätzliches ärztliches Personal mitfliegen, aber auch mehr medizinisches Equipment mitgenommen werden. Durch die größere Reichweite sind mit dem Hubschrauber aus Reichelsheim Transporte quer durch Deutschland ohne Tankstopp möglich.
Zu den Spezialtransporten von Intensivpatienten zählen Verlegungen infektiöser Patienten mit dem Infektionstransportschutzsystem IsoArk, Inkubator-Transporte für die jüngsten Patienten sowie Schwerlasttransporte für Patienten bis maximal 350 kg Körpergewicht. Ein weiteres Spezialgebiet sind ECMO-Transporte.




