DLRG will Badeunfälle mit Flüchtlingen reduzieren


Bremen (rd_de) – Bundesweit sind im Jahr 2015 27 Flüchtlinge bei Badeunfällen ums Leben gekommen, teilte die DLRG in ihrer Jahresstatistik mit. Auch in diesem Jahr sind bereits bundesweit mehrere Zuwanderer in Binnengewässern ertrunken. Die DLRG spricht bei Flüchtlingen deshalb von einer Risikogruppe und sucht nach Möglichkeiten, wie die Unglücksfälle reduziert werden können.  

DLRG WRD 10/04 Wasserrettung Rettungstaucher Einsatztaucher

DLRG will Badeunfälle mit Flüchtlingen reduzieren. Symbolfoto: M. Brändli

Die DLRG in Bremen zum Beispiel will zusammen mit der Stadt , dem Sportamt und den kommunalen Bädern beraten, welche Punkte die Sicherheit verbessern könnten, berichtet der „Weser Report“. Vor allem ufernahe Abschnitte in Baggerseen scheinen eine Gefahrenquelle darzustellen. Die Flüchtlinge seien eher langsam abflachende Gewässer gewohnt. Aber auch in Schwimmbädern käme es aufgrund von Selbstüberschätzung zu Zwischenfällen.

Eine erste Maßnahme plane die DLRG in Bremen bereits: Mehrsprachige Flyer, die auf die Gefahren beim Schwimmen hinweisen, sollen in den Aufnahmeeinrichtungen verteilt werden. Ein weiterer Schritt sei, das Angebot an Schwimmkursen für Flüchtlinge auszubauen. Die bestehenden Kurse stoßen auf große Resonanz. Allerdings sind gerade Anfängerkurse sehr personalintensiv und die DLRG auf das Engagement ihrer ehrenamtlichen Mitglieder angewiesen.

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Wie die DLRG gegenüber rettungsdienst.de mitteilt, sind auch auf Bundesebene Flyer mit Baderegeln in mehreren Sprachen, darunter beispielsweise Arabisch, Afghanisch und Syrisch, übersetzt worden. Diese Flyer leitete die DLRG über den Deutschen Städtetag an die Kommunen weiter.

(09.06.2016)

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