Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Welttag des Hundes: Dank an Retter auf vier Pfoten

(Bild: BRK KV München)München (BRK) – Der morgige Samstag (10.10.2020) gilt als „Welttag des Hundes“. Eine gute Gelegenheit, den Rettern auf vier Pfoten zu danken.

Die Rettungshundestaffel des Münchner Roten Kreuzes zum Beispiel ist als Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr in Alarmbereitschaft. Sie unterstützt Polizei, Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen bei der Suche nach vermissten Personen.

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„Auch heute, in einer Zeit mit vielen technischen Möglichkeiten, beweist die Erfolgsstatistik, dass bei der Vermisstensuche in den meisten Fällen unsere Rettungshunde allen technischen Hilfsmitteln überlegen sind“, erklärt der Leiter der Münchner BRK-Rettungshundestaffel, Frank Singer. „Bei der Suche nach vermissten Menschen ist höchste Eile geboten. Denn eine der größten Gefahren für Vermisste ist die Unterkühlung, die nicht nur im Winter, sondern auch in kühlen Sommernächten oder bei Regen relativ schnell lebensbedrohlich werden kann. Hier können wir uns auf unsere sehr gut ausgebildeten Vierbeiner verlassen.“

Etwa 20 ehrenamtliche Einsatzkräfte der SEG Rettungshunde sind an 365 Tagen im Jahr in Alarmbereitschaft und rücken im Notfall Tag und Nacht in aus, um gemeinsam mit den Helfern auf vier Pfoten Menschenleben zu retten. Rettungshunde, ihre Führer und Helferinnen rücken stets in Teams aus. Der Führende konzentriert sich auf seinen vierbeinigen Partner, mindestens eine weitere Einsatzkraft übernimmt beispielsweise Orientierung mit GPS, Karte und Kompass.

Lapinporokoira, Labrador Retriever, Schäferhund-Husky Mischling, Australian Cattle Dog, Nova Scotia Duck Tolling Retriever, Malinois – bei der BRK-Rettungshundestaffel in München ist Vielfalt Trumpf. Schneller als vielleicht jedes andere Hilfsmittel orten ihre empfindlichen Nasen Verletzte und Verschüttete.

„Der Geruchssinn allein macht noch keinen Rettungshund aus“, betont Singer. „Bis zur Prüfung und dem ersten Einsatz ist viel Arbeit für die Hunde und die Hundeführerinnen und -führer zu bewältigen.“ Wöchentliches Suchtraining in unterschiedlichen Gebieten Münchens, ergänzt mit einem 14-tägigen Gehorsams- und Geschicklichkeitstraining ist schon ein beachtliches Programm für die ehrenamtlichen Mitglieder. Dazu kommen noch bis zu zehn Ganztagesübungen im Jahr und einmal im Jahr ein Trümmertraining auswärts in speziell dafür vorgesehenen Arealen, Dauer: eine Woche. Mindestens fünf Einsatzübungen, Fortbildungen und Prüfungen kommen noch dazu. All das, um fit zu sein für den Ernstfall.

Rettungshunde werden in den Bereichen Flächensuche, Trümmersuche und Mantrailing (Verfolgung einer menschlichen Geruchsspur durch den Rettungshund) ausgebildet. Die geprüften und einsatzbereiten Rettungshunde müssen absolut verlässlich in der Vermisstensuche sein. Die Ausbildung zum geprüften Rettungshund ist zeitaufwändig und dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Erst nach erfolgreich absolvierter Prüfung dürfen Rettungshunde in den Einsatz, wobei die Prüfung alle zwei Jahre wiederholt werden muss. Die Hundeführer und Helferinnen gewährleisten als ausgebildete Sanitäter die medizinische Erstversorgung. Darüber hinaus beherrschen sie den Umgang mit Digitalfunk, Karte, Kompass und GPS.

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