Produkt: Rettungs-Magazin 6/2020
Rettungs-Magazin 6/2020
Ausbildung Klinik-Praktikum+++DRK-Reanimationsregister in Hessen+++50 Jahre Luftrettung: Rettungshubschrauber Christoph+++Katastrophenschutz: GW Wassergefahren+++Notfallmedizin: Schock-Ursachen

Internationale Ehrung für DRF Luftrettung und Luxembourg Air Rescue

(Bild: Maximilian Klaritsch/DRF Luftrettung)Filderstadt (ots) – Die DRF Luftrettung und die Luxembourg Air Rescue (LAR) wurden am Dienstag (15.12.2020) als gemeinsame Preisträger des Adenauer-de Gaulle-Preises 2020 bekanntgegeben.

Das Jahr 2020 habe mit der COVID-19-Pandemie ganz besondere Herausforderungen mit sich gebracht, denen beide Organisationen mit großer Professionalität begegnet seien, begründen Staatsminister Michael Roth und Staatssekretär Clement Beaune ihre Entscheidung. Sie sind in ihren Heimatländern die Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

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Unter oftmals nicht einfachen Bedingungen hätten die DRF Luftrettung und die LAR den Großteil der Hubschraubertransporte französischer Patienten in Krankenhäuser in Deutschland und wieder zurück übernommen. Die Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit erkennen darin ein großes Zeichen nachbarschaftlicher und europäischer Solidarität und einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise.

„Die Verleihung des Adenauer-de Gaulle-Preises stellt für die DRF Luftrettung eine besondere Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit dar. Der damit verbundene Dank gilt insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch unseren Partnern, die diese Einsatzbereitschaft in den vergangenen Monaten ermöglicht haben“, sagt Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

Der Adenauer-de Gaulle-Preis wurde anlässlich des 25. Jahrestages des Elysée-Vertrages am 22. Januar 1988 ins Leben gerufen und wird an Personen, Initiativen oder Institutionen verliehen, die durch ihr Wirken einen herausragenden Beitrag zur Festigung der deutsch-französischen Freundschaft geleistet haben. Über die Wahl der Preisträger berät eine binationale Jury unter gemeinsamem Vorsitz der Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Die paritätische Jury setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die die Gesellschaft beider Länder in ihrer Vielfalt repräsentieren und beispielsweise aus Politik, Kultur, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft kommen. Der Preis ist mit einem Betrag von insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Der Preis soll nach derzeitiger Planung unter Anwesenheit von Vertretern der DRF Luftrettung und Luxemburg Air Rescue im französischen Außenministerium in Paris verliehen werden. Ein Datum für die Preisverleihung ist aufgrund der aktuellen Situation derzeit noch nicht festgelegt, anvisiert wird das erste Quartal 2021.

Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Gleich eingangs will ich bemerken, dass ich als jahrzehntelanger und verantwortlicher Mitarbeiter im Rettungs-und Feuerwehrdienst die DRF und die LAR ganz besonders schätze.
    Aber : wir haben noch zwei weitere Luftrettungsunternehmen in unserer BRD, die – so ganz nebenbei – das gleiche Leistungsniveau erbringen; sie heißen ADAC und Zivilschutz (Bundespolizei).
    Und auch sie leisteten in den vergangenen vielen Jahren ebenfalls maßgebliche Beiträge zur Festigung der deutsch-französischen Freundschaft, und dies schon vor Jahrzehnten bis dato, ohne “wenn und aber” . Auch am “Preisgeld” hätte es nicht gefehlt, denn der finanzielle “Topf” , aus dem dieser Geldpreis entnommen wurde, ist prall gefüllt.
    So wäre es richtig, fair und aufrichtig gewesen, alle vier Luftrettungsbetreiber gleichermaßen zu würdigen.
    Wir schreiben das Jahr 2020……in wenigen Tagen 2021 ! Und die vier (!) Luftretter haben sich gleichlautende Ziele gesetzt : Die schnellstmögliche Rettung von Menschenleben und ein Höchstmaß an Beitrag zur Gesundheitserhaltung. Und grenzüberschreitenden Luftrettungsverkehr hat auch die ADAC-Luftrettung und der Zivilschutz des Bundes geleistet; gestern, heute und garantiert auch “morgen”.
    Die Kosten für die Luftrettung sind insbesondere im Laufe der letzten 25 Jahre immense gestiegen, was zum “Ächzen” und “Stöhnen” der Kostenträger führte und führt. Dass “unsere” Hubschrauber jedoch nicht mehr an “medizinischer” Ausrüstung eine feldbettähnliche Krankentrage und eine Holzkiste mit “Pullmotor” mitführen, sondern fliegende Intensivstationen wurden, zusammen mit hochmotiviertem fliegerischen Personal und Rettungsdienst-und Notarztkräften, die über ein Höchstmaß an notfallmedizinischem Leistungsniveau verfügen, sollte jedem vor Augen gehalten werden. Und über diese Leistungskomponenten verfügt der ADAC ebenso wie der Zivilschutz des Bundes. Und beide letztgenannten Institutionen leisten seit Anbeginn der Pandemie mit Zusatz-RTH u.a.m. einen gleichlautenden, zusätzlichen Beitrag wie die geschätzten Kollegen/innen der DRF und LAR. Sicherlich sind all´ diese Dinge der “Preis-Jury” hinlänglich bekannt; sie wären jedoch auch erwähnenswert und preis-mitentscheidend zu würdigen gewesen.
    Dennoch : herzlichen Glückwunsch der DRF und LAR ; sicherlich haben auch sie den Preis verdient!
    Frohe Weihnachten und uns allen ein möglichst pandemieschwächendes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
    Alexander Becht

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  2. Die Luxemburgische Rettungsgesellchaft Air Rescue ist mit der Deutschen ADAC Flugrettung mindestens gleichzusetzen oder sogar was ich finde ihrer Rettungsfluggeräte weltweit eine der besten zu sein. Auch Ihr Angebot lässt keine konkurrenzieren Fragen offen. Zudem ist eine Mitgliedschaft in dieser Gemeinschaft für Privatkunden wesentlich preiswerter als die deutschen Angebote. Das betrachte ich auch nur mal als interessanter Nebeneffekt. Für uns Menschen besonders hier im grenznahen Bereich zu Luxemburg würden wir den Rettungshubschrauber sehr vermissen, wenn es ihn nicht schon jahrelang gäbe. Ich selbst erkenne ihn schon von weitem am Fluggeräusch. Ich liege so ziemlich in der Verteiler Strecke, wenn er vom Flugplatz Findel LUXEMBURG ins Saarland, in die Mitte von Rheinland-Pfalz oder in Richtung Bitburg , Prüm bis nach NRW Einsätze abarbeitet. Das Team unterstütz immens die beiden RTH Christoph 16 der im Klinikum Winterberg Saarland seinen Standort hat und den Christoph 10 der im Elisabethkrankenhaus Wittlich seinen Standort hat. Er fliegt nicht nur zu Verkehrsunfällen, sondern er deckt alles an Notfällen ab. Vom Herzinfarkt , apoplektischer Insult bis zum pädiatrischen Notfall wird alles abgedeckt. Ich erinnere mich an einen Verkehrsunfall genau vor meiner Haustüre als einem Autofahrer aus meinem Heimatort die Eigenschaft zum Führen des Ps starken Fahrzeuges verlor und im hohen Bogen an der Moselbrücke Longuich über die Leitplanken zwischen zwei Weidenpappeln in die Mosel flog. Zuerst war niemand sich sicher wieviel Insassen im Fahrzeug sich befanden. Von der rettungsleitstelle Trier wurde die große rettungskette ausgelöst. Innerhalb kürzester Zeit befanden sich zahlreiche Feuerwehren, Rettungsfahrzeuge NEF,s an der Unfallstelle ein. Zudem waren auf einmal auf der Moselbrücke Longuich 3 Hubschrauber gelandet. Am linken Ufer landetet nochmal 2 Hubschrauber-. Es waren die Polizei, eine Tauchergruppe aus Luxemburg., der Christoph 10 mit je einer Maschine. Am Ufer standen die Maschine Air Rescue 3 und der Notarzt Intensiv – verlegungshubschrauber der Johanniter der seinen Standort auf dem Nürburgring hat. Das Zeigte allen Dorfbewohner wie gut die Rettungskette bei uns im Grenzbereich funktioniert. Es konnte schnell festgestellt werden das nur ein Fahrer in dem Fahrzeug sich befand. Bis das Fahrzeug aus der Mosel geborgen werden konnte vergingen so ca. 4 Stunden bis in die Dunkelheit hinein. Der Fahrer konnte reanimiert werden. Leider verstarb er eine Woche später aufgrund der schweren Verletzungen durch den VU.

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