Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Bäckereien sollen zu AED-Standorten werden

(Bild: Norbert Ziegeler)Mudau (rd_de) – „Der Zugang zu einem Defi ist so wichtig wie das tägliche Brot!“ – Diesen Slogan hat die kleine Bäckerei Münkel & Burkhardt in Mudau-Schloßau (Neckar-Odenwald-Kreis/Baden-Württemberg) aufgegriffen und neben dem Eingang in ihr Ladenlokal einen automatisierten externen Defibrillator (AED) angebracht. Seit Kurzem kann hier jeder rund um die Uhr das lebensrettende Gerät entnehmen.

„Es handelt sich bereits um den zweiten öffentlichen Defi-Standort in unserer knapp 900 Einwohner zählenden Dorfgemeinschaft Schloßau“, erzählt Norbert Ziegeler. Der gelernte Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin, Erste-Hilfe-Ausbilder und medizinischer Flugbegleiter ist Initiator des Projekts. Vor acht Jahren spendete er seiner Heimatgemeinde aus eigenen Mitteln den ersten AED. Er wurde im Eingangsbereich der Schloßauer Schulspothalle angebracht.

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Seitdem begleitet Ziegeler das Projekt fachlich und führt entsprechende Schulungen durch. Dank des zweiten Defibrillators kann jeder in Schloßau an zwei strategisch günstig gelegenen Standorten – unabhängig von seinem Wohnort – innerhalb von drei Minuten einen AED erreichen. Als nächstes soll diese „Hilfsfrist“ in ganz Mudau erreicht werden. Bislang wurden bereits in fast allen Ortsteilen AEDs platziert. „Mir fehlen aber noch vier Geräte, um das 4-Minuten-Ziel zu erreichen“, skizziert Ziegeler sein ehrgeiziges Ziel. Finanziert wird das örtliche Defi-Netz durch Spenden und aus dem Erlös der „Mudauer Defitage“, die Norbert Ziegeler mit einigen Mitstreitern organisiert.

Der Slogan, ein Defi sei so wichtig wie das tägliche Brot, geht auf Bäcker Münkel und Krankenpfleger Ziegeler zurück. Sie hoffen, auch andere Bäcker in Deutschland von ihrem Projekt überzeugen zu können, und weisen auf den erheblichen Werbeeffekt für die Bäckereien hin. Den Bäcker vor Ort suche man wesentlich häufiger auf als zum Beispiel eine Bank oder Apotheke, erklärt Ziegeler die Philosophie hinter ihrer Idee. „Bäckereien sind als Defi-Standort prädestiniert, weil die Kunden sich unbewusst merken, dass dort ein lebensrettender AED im Notfall verfügbar ist“, erläutert Norbert Ziegeler.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hallo Herr Ziegeler,

    ein grossartiges Projekt

    Ich habe auf XING als Autor und Moderator der Gruppe „Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod“ auf Ihre Aktion hingewiesen

    Weiterhin viel Erfolg und Gruss aus Schleswig-Holstein
    Dirk Schünemann

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  2. Hallo Norbert !
    Wir kennen uns von der Fobi in HD, Malteser letztes Jahr, wenn du noch gebrauchte AED´s brauchst…melde dich mal bei mir…andreas-hasselmann@web.de oder über malteser og

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