Zwei schwere Unfälle mit Straßenbahnen


Düsseldorf/Karlsruhe (BF/ots) – Zu zwei schweren Unfällen mit Straßenbahnen kam es am Freitag (28.11.2014) in Düsseldorf und Karlsruhe.

Bei einer Kurvenfahrt im Wendehammer stürzte in Düsseldorf hehen 11:00 Uhr eine Straßenbahn aus den Gleisen und drohte komplett umzukippen. Bei dem Unfall verletzten sich zehn Personen zum Teil schwer – mehrere mussten aus der Bahn von der Feuerwehr gerettet werden. Insgesamt waren 29 Menschen betroffen.

Die ersten Einsatzkräfte mussten zunächst die Sicherung der umgekippten Bahn übernehmen. Die Bahn war so instabil, dass nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie komplett umstürzte. Die Einsatzkräfte sicherten mit Spezialgeräten den Zug und stiegen über die Fenster zu den Passagieren. Gleichzeitig sicherten die Einsatzkräfte des Bauunfallzuges mit Baustützen, Spanngurten und weiteren Gerätschaften die Bahn, sodass eine Rettung möglich war.

Nach rund 40 Minuten waren alle Fahrgäste gerettet und wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Ein Großraumrettungswagen wurde als Ambulanz für die leicht Verletzten benutzt, und die körperlich unverletzt Betroffenen konnten in einem weiteren Feuerwehrbus betreut werden. Der Leitende Notarzt übernahm die Transportorganisation in die Düsseldorfer Kliniken.

Zuvor war es bereits um 06:50 Uhr in Karlsruhe zu einem Unfall mit einer Straßenbahn gekommen. Hier prallten in der Karlsruher Südweststadt von zwei Züge zusammen. Eine Niederflurbahn der Linie 3 war auf der Karlstraße Richtung Hauptbahnhof unterwegs. Gleichzeitig bog eine ältere Straßenbahn der Linie 5 nach links in die Karlstraße ein. Direkt auf der Kreuzung kam es dann zur Kollision.

Durch die Wucht des Aufpralls entgleiste der vordere Teil der Linie 5. Laut Polizei erlitten zwölf Personen leichte bis mittelschwere Verletzungen. Der Rettungsdienst übernahm die Versorgung und brachte sie in Krankenhäuser. Sieben Rettungswagen und zwei Notärzte waren im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe unterstützte den Rettungsdienst bei der Erstversorgung der Fahrgäste.

(01.12.2014)

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