Über 33.000 Schwerverletzte in 2016 versorgt


Ulm (DGU) – Nach Informationen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) verzeichnete das Traumaregister für 2016 mehr als 33.000 Schwerverletzte. Die Patienten wurden in einem der über 600 Traumazentren der Initiative Traumanetzwerk behandelt.

Wie die DGU vergangenen Freitag (15.09.2017) mitteilte, handelte es sich bei 70 Prozent der Schwerverletzten um Männer. Der Altersdurchschnitt der Patienten betrug 52 Jahre. Knapp die Hälfte der Gesamtunfälle ereignete sich im Straßenverkehr, gefolgt von Unfällen durch einen Sturz aus einer Höhe von unter drei Metern. 81 Prozent der Patienten erlitten eine oder mehrere ernsthafte Verletzungen. Kopf und Brustkorb waren mit jeweils 46 Prozent die am häufigsten verletzten Körperregionen.

In der Regel wurden die Patienten innerhalb von 66 Minuten nach dem Unfall im Schockraum einer Klinik versorgt. 19 Prozent wurden dabei mit einem Rettungshubschrauber in die erstversorgende Klinik eingeliefert. Über 8 Prozent wurden innerhalb der ersten 24 Stunden aus einer anderen Klinik verlegt. Die dann erfolgte Versorgung durch ein Schockraumteam betrug durchschnittlich zwischen 74 und 82 Minuten – je nachdem, ob der Patient im Anschluss an die Schockraumbehandlung operiert werden musste oder direkt auf eine Intensivstation weiterverlegt werden konnte.

In durchschnittlich 22 Minuten nach Aufnahme lag bereits ein Ganzkörper-CT vor. Bei einem Drittel der Patienten war eine sofortige Operation notwendig. Die Patienten benötigten durchschnittlich zwei Operationen und lagen circa sechs Tage auf der Intensivstation. Insgesamt betrug die Liegedauer im Krankenhaus knapp 15 Tage. Bei 10,5 Prozent der Patienten waren die Verletzungen hingegen so schwer, dass sie im Krankenhaus verstarben.

„Das Traumaregister liefert uns wichtige Erkenntnisse für Wissenschaft und Praxis. So können wir die Schwerverletztenversorgung immer weiter optimieren“, sagte DGU-Generalsekretär Professor Dr. Reinhard Hoffmann im Vorfeld des TNT-Kongresses, der in diesem Jahr in Ulm stattfand.

(18.09.2017; Symbolfoto: Techniker Krankenkasse)

 

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