Thüringen: Drastische Reduzierung der Leitstellen geplant


Erfurt (rd.de) – Nach den Wünschen der Landesregierung von Thüringen soll möglichst bald mit einer Reduzierung der Leitstellen im Bundesland begonnen werden. Hintergrund ist die anstehende Umrüstung auf Digitalfunk bei der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr und die damit verbundenen Kosten.

Nach Informationen der “Thüringer Allgemeinen” ist eine deutliche Reduzierung der bisher 13 Leitstellen geplant. Im Zuge der Umrüstung auf Digitalfunk bei den Hilfs- und Rettungskräften rechne das Innenministerium des Bundeslandes mit Kosten von zirka 1,5 Millionen Euro pro Leitstelle. Insgesamt würden mit der Umstellung, nach Angaben der Zeitung, 19,5 Millionen Euro auf die Kommunen zukommen. Die Reduzierung folge somit wirtschaftlichen Erwägungen.

Symbolbild Leitstelle. Foto: Patzeld

Symbolbild Leitstelle. Foto: Patzeld

Sowohl Krankenkassen als auch der Feuerwehrverband des Landes stünden einer Reduzierung offen gegenüber. Wie die Zeitung weiter mitteilte, fordern die Krankenkassen, als anteiliger Kostenträger, eine Reduzierung auf vier Leitstellen. Der Feuerwehrverband mahne an, dass für den Katastrophenfall die entsprechenden Reserven vorgehalten werden müssten.

(01.06.2015)

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