„Tatort BRK“: Hilfsorganisation reagiert empört über Verdi Aktion


München (rd_de) – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat mit Empörung auf die aktuelle Verdi Aktion „Tatort BRK“ reagiert. Mit der Kampagne will die Gewerkschaft Arbeitszeitverletzungen bei der Hilfsorganisation in den Fokus rücken.  

BRK-Landesgeschäftsführer und Tarifverhandlungsführer für die 23.500 Beschäftigten des BRK, Leonhard Stärk, kritisierte am Montag (24.04.2017) das Kampagnenlogo, da es Ähnlichkeiten zur ARD-Krimi-Serie „Tatort“ aufweisen würde. „Wir sehen uns in die Nähe von Vergewaltigern, Kinderschändern und Mördern gerückt“, erläutert er.

Durch die Verwendung des Tatort-Logos mit einem schwarzen Kreuz in der Mitte würde laut BRK suggeriert werden, dass die Hilfsorganisation nicht nur Rechtsverletzungen, sondern Verbrechen begehen würde, wenn Rettungsdienst-Mitarbeiter die gesetzlich vorgeschriebene Höchstarbeitszeit von zwölf Stunden überschreiten.

„Wir nehmen Arbeitszeitgesetzverletzungen nicht einfach billigend in Kauf“, sagte Reinhold Dietsch, Bezirksgeschäftsführer des BRK Unterfranken und stellvertretender Verhandlungsführer. Er weist darauf hin, dass Arbeits- und Pausenzeiten zwar wichtig seien, die Notfallversorgung jedoch immer Priorität habe: „Kein Rotkreuzler lässt einen Verletzten unversorgt, weil die Ruhepausenregelung verletzt sein könnte“.

 (26.04.2017; Foto: Verdi)

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