Suizid in der Gefängniszelle


Berlin (pm) – Ein Strafgefangener ist gestern früh um 6.27 Uhr beim morgendlichen Aufschluss tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit aufgefunden worden. Er saß leblos auf dem Bett des völlig verqualmten Raumes.

Er konnte trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen durch Vollzugsbedienstete und einen herbeigerufenen Notarzt nicht wiederbelebt werden.

Nach den ersten Ermittlungen ist von Suizid auszugehen. In einer Ecke der Zelle hatte der Gefangene offensichtlich einen Schwelbrand entzündet, nachdem er mit großer Sorgfalt die Zellentür abgedichtet hatte, so dass weder Brandgeruch noch Rauch nach außen dringen konnte. Der Brand konnte umgehend von Vollzugsbediensteten gelöscht werden. Die alarmierte Feuerwehr war bereits nach 9 Minuten am Einsatzort und bestätigte, dass aufgrund der Türabdichtung für Mitarbeiter der JVA keine Chance bestanden habe, den Schwelbrand frühzeitig zu bemerken.

Denken Sie darüber nach, sich das Leben zu nehmen? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe in Lebenskrisen und ist Tag und Nacht anonym unter 0800/1 11 01 11 oder 0800/1 11 02 22 erreichbar.

(18.01.2012)

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