RTW der Zukunft: „Dafür lasse ich jeden Ferrari stehen“


Podiumsdiskussion zum Thema "Innovations-RTW" auf der Interschutz.

Podiumsdiskussion zum Thema „Innovations-RTW“ auf der Interschutz.

Hannover (rd.de) – Unter dem Namen „Innovations-RTW“ sorgt ein Fahrzeugprojekt des DRK in der Region Hannover seit einigen Monaten bundesweit in Fachkreisen für Aufmerksamkeit. Am Dienstag (09.06.2015) nutzten die Projektpartner auf der Interschutz die Gelegenheit, um den Messebesuchern die Idee hinter dem Projekt vorzustellen. Christoph Spandau (Daimler AG) führte durch die Podiumsdiskussion.

„Die Idee stammt aus der Mitarbeiterschaft“, erläuterte Stephan Topp vom DRK. Man hätte seinerzeit ein Rettungsfahrzeug konzipieren wollen, das eine ganze Reihe von technischen Möglichkeiten beinhaltet, die heute in Standard-RTW noch nicht üblich sind. Dabei wurde vor allem auf die Aspekte Ergonomie, Fahrkomfort und Sicherheit geachtet.

„Das Projekt stellte für uns eine große Herausforderung dar“, räumte Eckhard Last vom Ausbauhersteller GSF ein. „Vor allem die kurze Zeit zur Umsetzung“, präzisierte Last, der die Schwerpunkte „Ergonomie“ und „Arbeitssicherheit“ vorstellte und erklärte, wie man eine deutliche Schallreduzierung im Innenraum erreicht hätte.

Sind viele Details des „Innovations-RTWs“ auf den ersten Blick kaum zu erkennen, fällt das ungewöhnliche äußere Erscheinungsbild jedem sofort auf. In Kooperation mit 3M wurde ein schachbrettartiges Muster aus reflektierender Folie aufgebracht. „Wir haben uns dabei strickt an die Norm gehalten und in diesem Rahmen bestmöglich versucht, innovativ zu sein“, sagte Doris Jeschonnek von 3M. Das Design erinnert jetzt an britische Rettungsfahrzeuge.

Eine sehr hohe Meinung von dem „Innovations-RTW“ hat Ronald Geyer von der Firma BKP, der das Fahrzeug auf einer Teststrecke auf Herz und Nieren prüfte. Sein subjektiver Eindruck sei „pure Begeisterung“. In diesem RTW sei so viel an Ingenieurkunst eingeflossen, „dafür lasse ich jeden Ferrari stehen“, schwärmte Geyer. „Der Innovations-RTW hat auf mich einen sehr sicheren Eindruck gemacht. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung“, sagte Ronald Geyer ans DRK Hannover gerichtet.

Stephan Topp erklärte, dass am Ende der rund einjährigen Versuchsphase die Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet würden. Dann müsste geschaut werden, was für den Regelbetrieb umgesetzt werden könnte. Fest stehe aber schon jetzt, dass mit diesem Projekt die Innovationsarbeit des DRK in der Region Hannover nicht beendet werde.

(09.06.2015; Foto: Lars Schmitz-Eggen)

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