Rettungssanitäter wegen sexuellem Missbrauch verurteilt


Nürnberg (rd_de) – Zu zehn Jahren Haft verurteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth am Montag (04.12.2017) einen 41-jährigen Rettungssanitäter. Dem Mann war zur Last gelegt worden, sich an 23 Frauen vergangen zu haben.

Wie die „Nürnberger Nachrichten“ berichten, soll der 41-Jährige zwischen 2009 und 2016 23 Frauen vergewaltigt oder sexuell missbraucht haben. Dafür nutzte er offenbar seine Stellung als Rettungssanitäter, etwa indem er sich illegal Beruhigungsmittel aus der Apotheke seines Arbeitgebers beschaffte.

Laut Medienberichten verteilte der Verurteilte Fragebögen und Mails im Namen eines unbekannten Professors der Uni Erlangen-Nürnberg. Wenn eine Frau der Teilnahme an eine der darin erwähnten Medikamentenstudien zustimmte, traf er sich mit ihr. Dann machte der 41-Jährige sie mit Beruhigungsmitteln gefügig und verging sich an seinem Opfer.

Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge flog die Masche auf, als zwei Frauen die Studien hinterfragten. Daraufhin kamen ihnen Zweifel, und sie wandten sich an die Polizei.

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Der 41-Jährige war vor Gericht geständig. Am Montag verurteilte ihn das Landgericht unter anderem wegen schwerer Vergewaltigung in sieben Fällen und sexuellem Missbrauch widerstandsunfähiger Personen in zehn Fällen, jeweils mit gefährlicher Körperverletzung, zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Lesen Sie die vollständigen Berichte der „Nürnberger Nachrichten“ und der „Süddeutschen Zeitung“.

(04.12.2017; Symbolfoto: Sebastian Duda/Fotolia)

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