Ratgeber zur Gewaltprävention im Einsatz


Berlin (DGUV) – Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat am Mittwoch (27.09.2017) einen kostenlosen Ratgeber zur „Prävention von und Umgang mit Übergriffen auf Einsatzkräfte der Rettungsdienste und der Feuerwehr“ herausgegeben. Die DGUV Information 205-027 beschreibt, welche Maßnahmen Führungskräfte treffen sollten und wie sich Rettungskräfte im Einsatz vor Gewalt schützen können.

In den vergangenen fünf Jahren hat die DGUV über 1.000 Übergriffe erfasst, durch die Einsatzkräfte über drei Tage lang arbeitsunfähig waren. Durch die Gewalt käme es – neben körperlichen Schäden – unter anderem zu psychischen Reaktionen wie akuten Belastungsreaktionen oder einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Mehr Arbeitsausfälle und häufige Fehler in Arbeitsabläufen seien die Folge.

Um dem vorzubeugen, empfiehlt die Unfallversicherung standardisierte Abläufe für den Rettungsdienst. So sollte beispielsweise das Leitstellenpersonal geschult werden, um potenziell bedrohliche Situationen bei der Notrufannahme besser zu erkennen und dementsprechend auch die Polizei mit zu alarmieren.

Außerdem sollten Einsatzkräfte mit einem verschlüsselten Notruf umgehend Hilfe anfordern können, wenn eine Situation zu eskalieren droht.

Weiterhin gibt die Publikation Tipps für den Einsatz und die deeskalierende Kommunikation. Hier geht es zum Download.

(28.09.2017; Foto: DGUV)

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