Falscher Rettungsassistent muss ins Gefängnis


Horb (rd.de) – Das Amtsgericht Horb (Baden-Württemberg) hat einen 31-jährigen Mann wegen Betrugs in fünf Fällen zu zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Der Angeklagte hatte sich als Rettungsassistent ausgegeben, Sanitätsdienste akquiriert und fünf seiner Mitarbeiter anschließend nicht entlohnt.

Das Amtsgericht Horb verurteilte einen angeblichen Rettungsassistenten. Symbolfoto: Lukas Gojda/Fotolia

Das Amtsgericht Horb verurteilte einen angeblichen Rettungsassistenten. Symbolfoto: Lukas Gojda/Fotolia

Nach Angaben des „Schwarzwälder Boten“ soll der Mann einen Service für die medizinische Absicherung von Veranstaltungen angeboten haben. Nachdem er von einem Veranstalter beauftragt worden war, ein Rock-Konzert in Berlin zu betreuen, zahlte der 31-Jährige anschließend offenbar nur zweien seiner sieben Mitstreiter die vereinbarte Vergütung.

Das Gericht wertete dieses Verhalten als Betrug in fünf Fällen. Angesichts eines umfangreichen Vorstrafenregisters (Diebstahl, Körperverletzung, Nötigung, Amtsanmaßung und Verbreitung pornografischer Inhalte, so die Zeitung) kam eine Bewährungsstrafe nicht in Betracht.

Der Aspekt, dass der Angeklagte nie Rettungsassistent war und ohne Fahrerlaubnis einen Rettungswagen chauffierte, wurde bei dem Strafmaß nicht weiter berücksichtigt.

Den ganzen Bericht des „Schwarzwälder Boten“ lesen Sie hier.

(12.11.2015, Symbolfoto: Lukas Gojda/Fotolia)

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