Drohender Streik beim BRK


München (rd.de) – Die Tarif-Verhandlungen zwischen dem Bayrischen Roten Kreuz (BRK) und der Gewerkschaft Verdi stehen kurz vor dem vorläufigen aus. Sollte ein Sondierungsgespräch am Dienstag (02.06.2015) scheitern, hält die Gewerkschaft eine flächendeckende Arbeitsniederlegung im bayrischen Rettungsdienst ab Juli 2015 für möglich.

Bereits Ende 2014 hatte Verdi den Manteltarifvertrag mit dem BRK gekündigt, teilte „Merkur.de“ mit. Neben einer Lohnerhöhung von 100 Euro pro Mitarbeiter und weiteren 3,5 Prozent mehr Gehalt fordere die Gewerkschaft inhaltliche Veränderungen im Manteltarifvertrag.

Das Arbeitszeitkonten-Modell solle überarbeitet werden, um unbezahlte Mehrarbeit zu verhindern. Ebenso sollten Dienstpläne künftig anders gestaltet werden, um den Beschäftigten mehr Planungssicherheit garantieren zu können. Auch 30 Tage Urlaub für alle Altersgruppen würden nach Angaben des Infoportals gefordert. Vor allem fordere die Gewerkschaft jedoch die volle Bezahlung der Bereitschaftszeiten. Somit sei nach Ansicht der Gewerkschaft ein neuer Tarifvertrag unerlässlich.

Das BRK stehe diesen Forderungen kritisch gegenüber. Die Umsetzung der geforderten Lohnerhöhung würde zu Mehrkosten von 45 Millionen Euro führen. Ebenso sei eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen auch im bestehenden Manteltarifvertrag möglich.

(02.06.2015)

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