Burgenlandkreis: Hilfsfristen werden nur unzureichend eingehalten


Zeitz (rd.de) – Der Burgenlandkreis steht wegen seiner Sparpolitik im Rettungsdienst in der Kritik. Ein Oberarzt des Klinikums in Zeitz weist in der Lokalpresse auf massive Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Hilfsfrist hin.

Probleme bei der Einhaltung der Hiflsfrist im Burgenlandkreis. Foto: k_rahn/fotolia

Probleme bei der Einhaltung der Hiflsfrist im Burgenlandkreis. Foto: k_rahn/fotolia

Der Arzt wird in der „Mitteldeutschen Zeitung“ mit dem Hinweis zitiert, dass mittlerweile in drei viertel aller Einsätze die Hilfsfrist nicht mehr eingehalten wird. In Sachsen-Anhalt sieht das Gesetz vor, dass der erste Rettungswagen (RTW) innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort einzutreffen hat.

Als Gründe sieht der Mediziner die mangelnde Vorhaltung des Rettungsdienstes. Seit dem 01. Januar 2015 würde nur noch ein Rettungswagen in der Nacht und an den Wochenenden in Zeitz besetzt. Sollte sich dieser bereits im Einsatz befinden, müssten RTW von weiter entfernten Wachen angefordert werden. Werktags werden tagsüber planmäßig zwei RTW an der Zeitzer Rettungswache besetzt. Da aber immer häufiger Verlegungsfahrten mit Rettungswagen durchgeführt würden, sei auch dies nicht ausreichend, so der Oberarzt.

Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ weiter berichtet, plane die für den Rettungsdienst zuständige Kreisverwaltung die Abdeckung zu verbessern. So sei vorgesehen, ab dem 01. Dezember 2015 auch an den Wochenenden einen zweiten RTW zu besetzen. Nachts würde es allerdings bei einem Fahrzeug bleiben.

(30.11.2015)

One Response to “Burgenlandkreis: Hilfsfristen werden nur unzureichend eingehalten”

  1. Peter on Dezember 3rd, 2015 07:51

    Das ist doch nicht nur im BLK so… Schaut man sich in den benachbarten Landkreisen um, S/A und Thüringen, sieht man es deutlich!
    Ändern wird sich nichts, solange keiner klagt…

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