Praxisanleiter an der Rettungswache: Tipps für die Praxis


Bremen (rd_de) – Für die praktische Ausbildung von Notfallsanitätern auf der Rettungswache sind Praxisanleiter verantwortlich. Die neue dreijährige Berufsausbildung bringt jedoch einige Besonderheiten und Fallstricke mit sich. Hier 5 Tipps, was Praxisanleiter für eine gute Ausbildung an der Rettungswache beachten sollten.

1. Praxisanleiter können bei ihren Azubis nicht zu jeder Zeit das Fachwissen der kompletten NotSan-Ausbildung voraussetzen. Sie müssen sich stattdessen gut informieren, welche Inhalte wann in der Berufsfachschule thematisiert werden.

2. Praxisanleiter müssen sich bei „ihrer“ Rettungsdienstschule informieren, wie die theoretische Ausbildung genau konzipiert ist. Die Schulen haben große Freiheiten bei der konkreten Ausgestaltung des Ausbildungsverlaufs.

3. Praxisanleiter stehen in einem ständigen Austausch mit der jeweiligen Berufsfachschule und dem Krankenhaus. Bei Treffen sollen Schwierigkeiten früh erkannt und gelöst sowie die Ausbildungsfortschritte des Azubis besprochen werden.

4. Praxisanleiter nehmen an den Schulkonferenzen teil. Diese Konferenzen dienen dazu, den Leistungsstand des Auszubildenden zu besprechen und Neuerungen in der Ausbildungsstruktur einer Rettungsdienstschule kennenzulernen.

5. Praxisanleiter dürfen nicht nur im Schichtdienst eingesetzt werden. Sie müssen in ausreichendem Umfang auch für ihre Zusatzaufgaben freigestellt und adäquat ausgestattet werden (Arbeitsplatz, Computer, Internet, Fachliteratur).

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(Text: Andreas Fromm, Notfallsanitäter und Berufspädagoge (B.A.), Lehrer einer kommunalen Berufsfachschule für Notfallsanitäter; 04.07.2018; Symbolfoto: Markus Brändli) [5339]

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