Neuer Seenotrettungskreuzer für Greifswalder Oie getauft


Greifswald (DGzRS) – Der jüngste Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) heißt „Berthold Beitz“. Das Spezialschiff wird den Seenotrettungskreuzer „Eugen“ auf der Station Greifswalder Oie ersetzen.

Die „Berthold Beitz“, die inzwischen fünfte Einheit der 20-Meter-Klasse, ist ein modifizierter Nachbau der zwischen 2009 und 2013 gebauten ersten vier Schiffe.

Die Tochter des langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Bettina Poullain, taufte das 20 Meter lange Schiff am Freitag (15.12.2017) im Museumshafen der Hansestadt Greifswald auf den Namen ihres 2013 verstorbenen Vaters.

Die „Berthold Beitz“ wird das Heimatrevier ihres Namengebers absichern, die Pommersche Bucht. Mit der See fühlte sich Berthold Beitz zeitlebens verbunden. „Schon als junger Bankangestellter in Stralsund ist er allein nach Hiddensee gesegelt“, erinnerte sich Bettina Poullain bei der Taufe. „Und die seemännische Ausbildung junger Menschen auf der Krupp’schen Segelyacht war ihm immer ein besonderes Anliegen.“

Alfried Krupp starb 1967. Er hatte testamentarisch bestimmt, dass sein gesamtes Vermögen in eine gemeinnützige Stiftung einfließen soll. Berthold Beitz wurde Vorsitzender des Kuratoriums und der Geschäftsführung der Stiftung. „Zentrales Anliegen war es ihm, die Stiftung stets im Sinne Alfried Krupps zu führen und so dessen Vermächtnis zu wahren“, sagte Bettina Poullain.

Das Arbeitsboot erhielt den Namen ihrer Mutter, „Else“. Das fünf Meter lange, zwei Meter breite und nur 30 Zentimeter tiefgehende Boot besteht aus äußerst robustem Polyethylen. Seine Manövrierfähigkeit ist vergleichbar mit einem Festrumpfschlauchboot (Rigid Hull Inflatable Boats, RHIB).

(18.12.2017; Foto: DGzRS)

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