Mordgeständnis schließt Rettungsdienst aus


Wilhelmshaven (rd.de) – Der Krankenpfleger aus Norddeutschland, der wegen zahlreicher Morde in Oldenburg vor Gericht steht (wir berichteten), hat gegenüber seinem psychiatrischen Gutachter 30 Tötungen eingeräumt. Keine der Taten soll allerdings im Zusammenhang mit seiner Aufgabe als Rettungsassistent geschehen sein, melden verschiedene Medien, unter anderem die „Frankfurter Allgemeine“.

Wie berichtet, war der Beschuldigte zwischen März und Oktober 2008 für eine Hilfsorganisation in Wilhelmshaven im Rettungsdienst tätig. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit alle Einsatzunterlagen aus jener Zeit, an denen der Angeklagte beteiligt war.

Die „Wilhelmshavener Zeitung“ geht derweil der Frage nach, wie der Rettungsassistent seinerzeit überhaupt eine Anstellung im Rettungsdienst bekommen konnte. Eine Umfrage unter den Hilfsorganisationen vor Ort ergab laut der Zeitung, dass alle vor der Einstellung ein Führungszeugnis verlangen. Demnach hätte ein Urteil gegen den Mann aus dem Jahre 2006 auffallen müssen. Da das Urteil jedoch nicht rechtskräftig war, wurde es im Führungszeugnis nicht erwähnt. Und von sich aus scheint der Rettungsassistent auf die zurückliegenden Vorfälle nicht hingewiesen zu haben.

(15.01.2015)

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