Mitarbeiter gesucht: Offshore-Retter leisten mehr als 150.000 Einsatzstunden auf See


Haben inzwischen mehr als 150.000 Einsatzstunden in Sanitätsstationen auf der Nordsee geleistet: die Offshore-Retter der Johanniter-Unfall-Hilfe

Berne-Bardenfleth (JUH) – Die Offshore-Retter des Ortsverbands Stedingen (Landkreis Wesermarsch, NI) der Johanniter-Unfall-Hilfe haben die Zahl von 150.000 geleisteten Einsatzstunden auf dem Meer übersprungen.

Alleine im vergangenen Jahr kamen fast 65.000 Stunden zusammen, die von den heute 25 Mitarbeitern der Abteilung Offshore Projekte des Fachbereichs Offshore Rettung geleistet wurden. Weitere 38 Kollegen arbeiten in den Bereichen Ausbildung, „Helicopter Emergency Medical Services“ (HEMS) und in der medizinischen Notfallleitstelle Offshore. „Die Arbeitgeber in den Offshore-Windparks stellen sich ihrer Verantwortung für ihre Mitarbeiter und sorgen für ein sicheres Arbeitsumfeld“, erklärt Jan Lutz, Fachbereichsleiter Offshore Rettung, den hohen Arbeitsaufwand. Seiner Einschätzung nach wird das in den nächsten Jahren so bleiben. „Wir suchen deshalb weitere Mitarbeiter, die sich dieser herausfordernden und spannenden Aufgabe stellen wollen.“

Der Fachbereich Offshore Rettung wurde im Herbst 2013 gegründet. Aufgabe war ursprünglich der Betrieb einer medizinischen Notfallleitstelle und die Besetzung von Offshore-Rettungshubschraubern mit rettungsdienstlichem Personal. Die Leitstelle VENTUSmedic ist inzwischen umgezogen und befindet sich in den Räumen des Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen. Dort arbeiten die Offshore-Retter der Johanniter eng mit den Experten der DGzRS zusammen, um im Notfall schnell und umfassend helfen zu können.

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Zudem hat sich das Aufgabenspektrum deutlich erweitert. Seit September 2014 besetzen die Einsatzkräfte auch Sanitätsstationen auf Offshore-Plattformen in Nord- und Ostsee. Die Notfallsanitäter stehen in Zweiwochenschichten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche den Mitarbeitern in den Offshore-Windparks als Ansprechpartner in medizinischen Fragen, bei der Gesundheitsvorsorge und der Hygiene zur Verfügung. In Notfällen können sie auch über telemedizinische Anbindung ärztlichen Beistand zu Rate ziehen. Dadurch kann frühzeitig geklärt werden, ob die Anforderung eines Rettungshubschraubers überhaupt notwendig ist. „Das spart im Notfall viel Zeit, aber auch Geld, wenn ein Ausfliegen des Mitarbeiters durch die Hilfe unseres Personals überflüssig wird“, erklärt Jan Lutz.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit des Fachbereichs Offshore ist die Ausbildung der Mitarbeiter in den Offshore-Windparks. Gemeinsam mit der German Wind Academy bieten die Johanniter das gesamte Spektrum der für die herausfordernde Arbeit notwendigen Lehrgänge an. Dabei haben sich die Johanniter auf Angebote wie Erste Hilfe Offshore, Höhenrettung, Sea Survival und ähnliche Kurse spezialisiert.

(23.03.2018; Fotos: Lukas Lehmann/LLphoto.de)

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