Mecklenburg-Vorpommern: Wasserrettung aufgewertet


Schwerin (rd.de) – Mecklenburg-Vorpommern ist sowohl wegen der Ostseeküste, als auch seiner vielen Binnenseen und Flüsse bei Touristen äußerst beliebt. Zwischen Januar und November 2014 registrierte man 6,9 Millionen Gäste im Bundesland, teilte am Mittwoch (28.01.2015) das Wirtschaftsministerium in Schwerin mit. Am selben Tag wurde auch das neue Landesrettungsdienstgesetz verabschiedet – das eine deutliche Aufwertung des Wasserrettungsdienstes beinhaltet.

Bislang enthielt das Rettungsdienstgesetz lediglich eine Regelung, die den Landkreisen und kreisfreien Städten die Trägerschaft für die Wasserrettung an Stränden und Binnengewässern zuwies (vgl. Paragraph 6 Absatz 2). Die für den Wasserrettungsdienst zuständigen Organisationen wie DLRG und Wasserwacht hatten aber bereits mehrfach darauf gedrängt, konkretere Regelungen gesetzlich festzuschreiben. Unter anderem aufgrund der immensen Bedeutung des Wassersports und Tourismus für Mecklenburg-Vorpommern.

Dem Wunsch kamen die Politiker nun nach. Gesetzlich ist künftig geregelt, dass die Wasserrettung ein Glied der Rettungskette ist. Was die Finanzierungsregelung betrifft, orientiert sich das Land am Nachbarn Brandenburg. Dies kommt zum Beispiel zum Tragen, wenn nach den Maßnahmen der Wasserrettung ein Weitertransport ins Krankenhaus oder der Einsatz eines Notarztes erforderlich wird.

Laut „Schweriner Volkszeitung“ ist mit dem neuen Gesetz auch geregelt, dass die Wasserretter künftig nicht nur unmittelbar am und auf dem Wasser, sondern beispielsweise auch auf Seebrücken oder Uferpromenaden Einsätze übernehmen können.

(30.01.2015; Symbolfoto: DLRG)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?