Leitstellen-Kritik: Staatsanwalt winkt ab


Mannheim (rd.de) – Es waren schwere Vorwürfe, die ein Mitarbeiter der Leitstelle Rhein-Neckar im Oktober 2014 öffentlich erhob. Die Anschuldigungen waren so massiv, dass sich die Staatsanwaltschaft einschaltete. Jetzt aber steht fest, dass der Fall nicht weiter verfolgt wird.

Einen anonymen Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Ladenburg zitierten Anfang Oktober letzten Jahres die regionalen Medien. Demnach seien die Zustände untragbar: zu wenig Personal, Arbeitsüberlastung, Fehleinschätzungen von Notrufen und keine standardisierten Abfrageschemata, lauteten einige der Kritikpunkte (wir berichteten).

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ging den Anschuldigungen nach. Donnerstag (08.01.2015) teilte sie nun mit, „dass keine zureichenden Anhaltspunkte zur Einleitung von Ermittlungsverfahren … vorhanden“ seien. „In keinem der mehr oder weniger konkret geschilderten Einzelfälle besteht ein Anfangsverdacht der Begehung von Straftaten“, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die Vorschriften des Landesrettungsdienstgesetzes seien eingehalten worden.

Zuletzt war die Leitstelle auch in die Schlagzeilen geraten, weil sich Mannheim und Heidelberg über den Standort der künftigen gemeinsamen Leitstelle uneins waren (wir berichteten).

(12.01.2015)

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