Interschutz-Tipp: Luftrettung als Standard im Rettungsdienst


Köln (rd.de) – Im Rahmen eines Abschluss-Symposiums stellt das Forschungsprojekt “PrimAir” auf der Interschutz am Mittwoch (10.6.2015) seine Ergebnisse vor. Drei Jahre gingen Wissenschaftler der Frage nach, welche Möglichkeiten die Luftrettung als Alternative zur bodengebundenen Rettung bietet (wir berichteten).

Das PrimAir Projekt-Team. Foto: Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM)

Das PrimAir Projekt-Team. Foto: Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM)

Gerade in strukturschwachen und dünnbesiedelten Gebieten könnte eine qualitative und gleichzeitig wirtschaftliche, bodengebundene Notfallrettung nach Ansicht einiger Experten in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr sichergestellt werden. Eine Umstellung auf die primäre Luftrettung könnte insofern eine zukunftsfähige Alternative sein.

Für die Umsetzung einer primären Luftrettung in den betroffenen Gebieten haben die PrimAir-Projektpartner einen Leitfaden für die politisch und organisatorisch Verantwortlichen entwickelt. Mit Hilfe des Leitfadens kann überprüft werden, ob und unter welchen Voraussetzungen der Wechsel auf die primäre Luftrettung möglich ist. Der Leitfaden wird auf der Interschutz vorgestellt und kann künftig unter www.projekt-primair.de heruntergeladen werden.

Statt Boden- und Luftrettung parallel zu betreiben, werden beim PrimAir-Ansatz die beiden Systeme intergriert. Dünn besiedelte Regionen werden hierbei durch Luftrettungsmittel abgedeckt. Größere Orte werden bei PrimAir weiterhin durch bodengebundene Rettungsmittel versorgt.

Das Abschluss-Symposium am Mittwoch (10.06.2015) umfasst drei Themen: “Fliegen statt Fahren? Rahmenbedingungen einer luftgestützten Notfallrettung”, “Simulation eines Systemwechsels” und “Starten statt Warten: Effekte der PrimAir-Luftrettung”. Zudem gibt es Informationen zum Projekt am Stand des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (Halle 25, Stand C14) und am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Halle 12, Stand E09).

(02.06.2015)

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