Intensivtransportwagen bringen Landkreis in Bedrängnis


Eisleben (rd.de) – Im September 2014 wurde bekannt, dass die beiden Intensivtransportwagen des Landkreises Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) für wirtschaftliche Probleme sorgen (wir berichteten). Jetzt muss der Landkreis zu drastischen Maßnahmen greifen.

Bis zum Jahresende soll sich das Defizit, das die beiden ITW des kreiseigenen Rettungsdienstes erzeugt haben, auf rund 256.000 Euro summiert haben, schreibt die „Mitteldeutsche Zeitung“. Dabei wurden die beiden Spezialfahrzeuge erst vor zirka zwei Jahren in Dienst gestellt. Damals ging man von rund 700 Einsätzen pro Jahr und einer Kooperation mit anderen Landkreisen aus. Tatsächlich werden die ITW aber nur 450-mal im Jahr angefordert. Eine Zusammenarbeit mit anderen Kreisen gibt es bislang nicht, und auch die Krankenkassen zahlen Einsätze mit den ITW nur zähneknirschend und unter Vorbehalt. Um die Wagen wirtschaftlich betreiben zu können, müssten laut „Mitteldeutscher Zeitung“ zirka 3.300 Euro je Einsatz gezahlt werden – etwa das Doppelte dessen, was die Kassen derzeit zahlen.

Um die Kosten in den Griff zu bekommen, verlangt die Aufsichtsbehörde jetzt einen Konsolidierungsplan. Eine der ersten Maßnahmen: Künftig wird nur noch ein ITW zur Verfügung stehen. Sein Pendant dient fortan als Reservefahrzeug.

Den Artikel der „Mitteldeutschen Zeitung“ lesen Sie hier.

(10.12.2014)

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