Höhlenrettung: 60-Jähriger erleidet Fraktur in Falkensteiner-Höhle


Bad Urach (rd.de) – Die Malteser Höhlenrettung und die Höhlenrettung Baden-Württemberg mussten am Sonntag (14.06.2015) zur Falkensteiner-Höhle in der Nähe von Bad Urach ausrücken. Ein 60-jähriger Mann hatte sich zirka 1.000 Meter tief in der Höhle den Arm gebrochen. Er war nicht mehr in der Lage, die teils anspruchsvollen Kletterpassagen allein zu bewältigen.

Foto: Bergwacht Bayern, Höhlenrettung

Foto: Bergwacht Bayern, Höhlenrettung

Nachdem die ersten Helfer, darunter ein Notarzt, bei dem Verunglückten eingetroffen waren, kümmerten sie sich zuerst um die medizinische Versorgung, berichtet das „Schwäbische Tagblatt“. Des Weiteren hätten die Rettungskräfte eine Schmerzbehandlung eingeleitet. Bei Temperaturen um 8 Grad Celsius in der Höhle sei es außerdem erforderlich gewesen, den Patienten gegen die drohende Unterkühlung zu versorgen.

Die Bergung verlief aufwendig. Sieben bis acht Helfer trugen den Verletzten mit einer Trage jeweils 100 Meter weit und wurden anschließend durch ausgeruhte Kräfte abgelöst, teilte die Zeitung mit. Das größte Problem sei jedoch ein auf dem Weg nach draußen liegender Halbsiphon gewesen. Hier bestünden nur wenige Zentimeter zwischen Höhlendecke und Wasseroberfläche. Der Abschnitt hätte durch die Helfer schwimmend zurückgelegt werden müssen.

Gegen 23.30 Uhr habe man den Verletzten dann außerhalb der Höhle an den Rettungsdienst übergeben können. Dieser habe den Patienten anschließend in eine Klinik gebracht. Die „Neue Württembergische Zeitung“ gab an, dass insgesamt 33 Helfer der beiden Höhlenrettungsorganisationen an dem Einsatz beteiligt gewesen seien.

(19.06.2015)

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