Herzinfarkt: Sterblichkeit sinkt auch dank Rettungsdienst


notarztwagen_580Düsseldorf (idw) – 2015 wurde in Deutschland in 219.217 Fällen ein akuter Herzinfarkt diagnostiziert. Dass daran weniger Menschen als in den Jahren zuvor starben, ist laut des Deutschen Herzberichts 2016 auch dem verbesserten Rettungsdienst zu verdanken.

2014 starben an einem akuten Herzinfarkt 59,3 Menschen pro 100.000 Einwohner, teilte vergangenen Mittwoch (25.01.2017) die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) mit. Im Vergleich zum Jahr davor sei das ein Rückgang von 7,92 Prozent, im Langfristvergleich mit dem Jahr 1990 sogar von 44,79 Prozent.

Dafür gebe es eine Reihe von Gründen, teilte die DGK mit. „Neben einem effizienteren Rettungs- und Notarzt-System sind vor allem die Verbesserung der strukturellen und therapeutischen Maßnahmen in den Krankenhäusern für die deutliche Reduktion der Mortalität beim akuten Herzinfarkt verantwortlich“, erklärt DGK-Präsident Prof. Katus. „Einen wichtigen Beitrag hat hier die bessere Diagnostik des Herzinfarkts durch Troponin-Messungen geleistet, die wir in Heidelberg entwickelt haben.“ Auch der Zeitraum vom Eintreffen im Krankenhaus bis zur lebensrettenden Katheder-Behandlung („Pforte-Ballon-Zeit“) wurde weiter optimiert und es wurden neue Techniken zur Wiedereröffnung der verschlossenen Blutgefäße eingeführt.

(30.01.2017; Symbolfoto: Barmer)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?