Herzbericht: Notarztsystem effizienter gestalten


Frankfurt/Main (DHS) – Die Deutsche Herzstiftung hat den „Herzbericht 2014“ vorgelegt. Demnach reduzierten sich die Sterbeziffern – also die Zahl der Todesfälle auf 100.000 Einwohner – beim akuten Herzinfarkt zwischen 1992 und 2012 von 108,9 auf 65,2. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf verbesserte Abläufe im Rettungssystem, teilte die Stiftung mit.

Bei der Koronaren Herzkrankheit war in dem genannten Zeitraum eine Reduktion von 221,9 auf 159,2 zu beobachten, bei der Herzinsuffizienz von 71,1 auf 57,6. 1

„Viele Faktoren haben die Herzinfarkt-Sterblichkeit positiv beeinflusst“, so Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Allen voran die flächendeckende Herzkatheter-Therapie, darüber hinaus wurden die Abläufe im Rettungssystem verbessert, das Notarztsystem ausgebaut, die Prähospitalzeiten verringert und die Infrastruktur und Prozesse in Krankenhäusern weiter optimiert. Insgesamt sehen wir hier deutlich die Auswirkungen der Fortschritte in Diagnostik und Therapie vieler kardialer Erkrankungen.“

Nach Jahren der Rückläufigkeit hat die Herzinfarkt-Sterblichkeit 2012 allerdings leicht zugenommen: 52.516 Menschen starben am akuten Herzinfarkt (2011: 52.113). „Dieser – wenn auch leichte – Anstieg bei den Herzinfarkttodesfällen zeigt, wie weiterhin wichtig Verbesserungen insbesondere in der Effizienz des Notarztsystems in den bevölkerungsarmen oder schlecht versorgten Gegenden sind, ebenso die kontinuierliche Bevölkerungsaufklärung über die Herzinfarkt-Symptome und die Notrufnummer 112. Diese Informationsarbeit ist uns ein dauerhaftes Anliegen“, betont Prof. Dr. Meinertz.

(30.01.2015)

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