Gewalt im Rettungsdienst: 5 Hinweise zur Prävention


Aggressivitaet_580Bremen (rd_de) – Die Zahl von Übergriffen auf Einsatzkräfte scheint in den letzten Jahren deutlich zugenommen zu haben. Was also tun, um die Gefahr zu reduzieren, im Einsatz attackiert zu werden? Fünf Hinweise, die dazu beitragen werden, das Risiko zu minimieren.

Zunächst ist festzustellen, dass jeder Mitarbeiter mit seiner eigenen Einstellung und seinem persönlichen Auftreten zu einem großen Teil am Lösungsmechanismus beiträgt. Eine Rettungsfachkraft, die selbst aggressiv auftritt oder zumindest so „rüberkommt“, wird auch von ihrem Gegenüber entsprechend wahrgenommen – sei es von Patienten, Angehörigen, Ersthelfern oder bereits auf der Anfahrt von anderen Verkehrsteilnehmern.

5 Tipps zur Prävention

Deshalb sollte versucht werden, die folgenden Punkte zu beherzigen. Auch sie können zwar keine hundertprozentige Sicherheit liefern, reduzieren aber deutlich das Risiko, an der Einsatzstelle angegriffen zu werden.

1. Achten Sie auf die Stimmungslage an der Einsatzstelle. Schon beim Eintreffen ist die Situation dahingehend kritisch zu prüfen, ob der Ort nicht zuletzt für die Rettungsfachkräfte sicher ist (SSS – Scene Safety Situation). Eine angemessene psychologische Betreuung sollte sowohl den Patienten als auch Angehörige und Ersthelfer umfassen.

2. Halten Sie möglichst etwas Abstand zu allen Beteiligten. Dadurch verhindert man, dass sich jemand bedrängt fühlt.

3. Versuchen Sie, ruhig und gelassen zu bleiben, ohne aufreizende Lässigkeit an den Tag zu legen und damit arrogant zu erscheinen.

4. Passen Sie Ihre Rhetorik den Anwesenden an, bleiben Sie dabei aber immer höflich. Wertschätzung zahlt sich aus.

5. Achten Sie auf Ihre Mimik und Gestik. Unbedachte Gestik (Wegwerfbewegung) oder Mimik („Verdrehen“ der Augen) können missverstanden werden bzw. provozierend wirken. Halten Sie stattdessen besser Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber.

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(12.10.2016; Symbolfoto: Markus Brändli)

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