Erstmaßnahmen bei Sportverletzungen


Sportverletzungen_580Bremen (rd_de) – Verletzungen beim Sport sind nicht nur ärgerlich, sondern zum Teil auch sehr schmerzhaft. Ein Merksatz hilft, sofort die richtigen Erstmaßnahmen bei Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen zu ergreifen.

„Pech gehabt?!“, könnte man schadenfroh jemandem erwidern, der über eine Sportverletzung klagt.

Mit PECH ist in diesem Fall aber ein Akronym gemeint, das die Erstmaßnahmen bei derartigen Verletzungen beschreibt:

•    Pause,
•    Eis,
•    Compression,
•    Hochlagern.

Pause heißt hier: Ruhigstellung, nicht mehr belasten. Eis, das heißt in diesem Fall Kühlung, hat zwei positive Effekte: Zum einen ist das eine recht effektive Schmerztherapie, zum anderen kann die (ebenfalls schmerzhafte) Schwellung eingegrenzt werden. Erreicht werden kann dies zum Beispiel mit Cool-packs, Eisbeuteln oder Eiswasser. Eisspray kühlt hingegen nicht dauerhaft und kann zu Hautschäden führen.

Eine Kompression (Compression) ist am besten zu erreichen, indem eine elastische Wickel angelegt wird. Damit wird ein weiteres Einbluten und Anschwellen verhindert und der Rückfluss gefördert. Die Wicklung muss von körperfern nach -nah, mit moderatem Druck und „in Achten“ um die Extremität erfolgen. Das Hochlagern unterstützt die genannten Effekte.

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(Text: Jürgen Auerhammer, Anästhesist, Notarzt; Symbolfoto: Markus Brändli; 02.01.2017)

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